Kalifornien kämpft verzweifelt gegen die Dürre

Dürre in Kalifornien
Diese Orangenbäume sind nicht mehr zu retten. © REUTERS, LUCY NICHOLSON

Farmer geben auf - Kalifornien steht mit dem Rücken zur Wand

Kalifornien wird seit Jahren von einer heftigen Dürre heimgesucht. Die Stauseen sind teilweise komplett ausgetrocknet, es gibt viel zu wenig Niederschläge. Das Krisenmanagement in den USA war bisher katastrophal, die Farmer verzweifeln und den Behörden fiel nichts ein, wie sie der Trockenheit begegnen können. Nun gibt es einen ersten Maßnahmenkatalog.

Der 'Golden State' ist der Obstgarten der USA und die Landwirtschaft unbedingt auf frisches Wasser angewiesen. Doch der ungeheure Wasserverbrauch der amerikanischen Bürger und Großstädte wie Los Angeles machen ein vernünftiges Wassermanagement so kompliziert. Vor allen Dingen, weil Amerikaner es so gar nicht gewohnt sind, beim Umgang von Rohstoffen zu sparen.

Nur noch zwei Minuten duschen erlaubt

Kalifornien kämpft verzweifelt gegen die Dürre
Viele Stauseen liegen völlig trocken © REUTERS, LUCY NICHOLSON

Doch den Behörden blieb keine andere Wahl, denn Kalifornien steuert auf eine Katastrophe zu. Daher wurden nun Maßnahmen beschlossen, die tief in den privaten Bereich reichen. So wurden die Bürger von Los Angeles aufgerufen, Rasen in ihren Gärten rauszureißen und durch Wüstenpflanzen zu ersetzen.

Es gibt aber auch Maßnahmen, die die Bürger wirklich hart treffen werden. Ab 1. Juni soll der Wasserverbrauch zwischen 8 und 36 Prozent gesenkt werden. Der demokratische Gouverneur Kaliforniens, Jerry Brown, warnte eindringlich: "Wir müssen mit diesem Problem leben. Und es wird Veränderungen für unseren Lebensstil bedeuten."

Duschen soll auf maximal zwei Minuten begrenzt werden, Wassersprenkler nur noch einmal pro Woche benutzt werden dürfen. Schon jetzt können die Bürger verschwenderischen Umgang mit Wasser zur Anzeige bringen. So gab es im März 1.215 Beschwerden. Doch nur in 13 Fällen wurde tatsächlich der Verursacher verurteilt. Die Justiz lässt das Wasserproblem also noch links liegen.

Das wird sich sicher bald ändern, denn Kalifornien steht tatsächlich vor dem Kollaps. Viele Nuss- und Obstfarmer mussten schon aufgeben, ihre Bäume konnten nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgt werden. Kalifornien spürt den heißen Atem des Klimawandels.