Juni beginnt sonnig und heiß: Startet jetzt der Dürre-Sommer?

Die Wahrscheinlichkeit für wärmere Sommer steigt – wegen des Klimawandels

Sonnig und heiß wird das erste Juni-Wochenende - wird es ein Vorgeschmack darauf sein, was Deutschland im Sommer erwartet? Einige Meteorologen sagten schon eine Hitzewelle voraus, eine noch größere Dürre als im vorigen Jahr sogar. Was ist dran an solchen langfristigen Prognosen?

Carlo Pfaff erklärt im Video die Aussagekraft von Wettervorhersagen.

Langzeitvorhersagen bleiben schwierig

Die Hitzewelle und die langanhaltende Dürre im vergangenen Jahr hat die Natur bei uns auf eine harte Probe gestellt. Sollte es auch in diesem Jahr wieder so kommen, dann befürchten Meteorologen, Land- und Forstwirte schwere Schäden für Pflanzen und Tiere. Doch obwohl immer mehr Wetter- und Klimadaten vorliegen, sind Langzeitvorhersagen schwierig.

Vorhersagen bis zu 3 Tage haben eine Trefferquote von 90 Prozent, an Tag 5 stimmen sie immer noch zu 70 Prozent. Ab Tag 10 liegt die Trefferwahrscheinlichkeit bei fifty-fifty. Das heißt die Vorhersage kann stimmen, genauso gut kann sie falsch sein.

Die Wahrscheinlichkeit für wärmere Sommer steigt zwar – wegen des Klimawandels – konkrete Aussagen lassen sich daraus aber nicht ableiten. So wurde nach den warmen Ostertagen zwar schon ein weiterer Hitze-, Dürre- oder Jahrhundertsommer befürchtet – der Mai allerdings brachte vielerorts Kälte und Schnee.

Womöglich hat der Siebenschläfer Recht

Wird’s also ein Frostsommer oder einer fürs Freibad? Ein bisschen Klarheit gibt’s immerhin zum Siebenschläfertag. Ende Juni stellt sich oft eine stabile  Wetterlage ein, die dann mehrere Wochen anhält.  Die Trefferwahrscheinlichkeit liegt dann bei 70 Prozent.