Juni 2015 war der wärmste Juni aller Zeiten: Da wandern selbst die Fische aus

So einen heißen Juni gab es noch nie

Nach Messungen der US-Klimabehörde NOAA war der Juni 2015 der wärmste Juni-Monat seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Der bisherige Rekordhalter war der Juni 2014, dieser wurde aber nun um 0,88 Grad überstiegen. Doch nicht nur der eine Monat hat den letzten Rekord gebrochen – auch die gesamte erste Jahreshälfte von Januar bis Juni war um 0,85 Grad wärmer als jemals zuvor.

Bei dieser Klimaerwärmung wandern selbst die Fische und andere Meeresbewohner aus ihrem gewohnten Lebensraum aus und suchen sich einen neuen. Durch die Erwärmung des Meeres sinkt nämlich auch der Sauerstoffgehalt des Wassers und vielen Fischen ist es demnach nicht mehr möglich, dort zu leben.

Juni 2015 war der wärmste Juni aller Zeiten: Da wandern selbst die Fische aus
Je wärmer das Meer, desto weniger Sauerstoff haben die Tiere © picture-alliance/ dpa, Horst Pfeiffer

Besonders der Lebensraum rund um den Äquator wird bei steigender Temperatur für die Meerestiere unbewohnbar. Zu diesen erschreckenden Ergebnissen kam eine Forschergruppe um den US-Ozeanografen Curtis Deutsch von der ‚University of Washington‘. Die Autoren der Studie erklären ihre Ergebnisse so: „Dies ist vergleichbar mit Bergsteigern, die durch die Anstrengung beim Klettern mehr Sauerstoff verbrauchen. Doch je höher sie kommen, desto dünner und sauerstoffärmer wird die Luft. Für die Kletterer ist das eine der größten Herausforderungen. Deshalb führen sie auf dem Weg zum Gipfel Sauerstoffflaschen mit.“

Die Fische haben natürlich keine Möglichkeit der künstlichen Sauerstoffzufuhr und somit bleibt ihnen keine andere Wahl, als sich eine sauerstoffreichere Umgebung zu suchen. Werden die derzeitigen Emissionen von Treibhausgasen nicht drastische reduziert, so wird sich noch bis zum Ende des Jahrhunderts der Sauerstoffgehalt des Meeres um fünf bis zehn Prozent verringern und viele Arten von Fischen vom Aussterben bedroht sein.