Jojo-Sommer bringt Schäden für die Landwirtschaft

30 Waldbrände allein im Raum Bautzen

Es kam ganz plötzlich und ziemlich stark: Im baden-württembergischen Schorndorf wurden die Bewohner am Donnerstagabend von einem Unwetter überrascht - der Sturm verwüstete stellenweise sogar ganze Straßenzüge.

Jojo-Sommer bringt Schäden für die Landwirtschaft

"Es ging ganz plötzlich los. Ich dachte, das wären nur ein paar Wolken, aber schlagartig entwickelte sich ein Wahnsinnssturm", erklärte Hannelore Breitinger, eine Anwohnerin in Schorndorf.

Der Sommer fährt eben Achterbahn und so wechseln sich Hitze und Unwetter ab. Das kann auch in den kommenden Tagen immer wieder passieren.

Das ist vor allem für die Landwirtschaft in Baden-Württemberg unerträglich, denn der Ernteausfall ist riesig: 40 Prozent beim Futtergras, 45 Prozent beim Getreide und in anderen Regionen fehlt sogar ein Drittel der Kartoffelernte.

"Normalerweise würde das Gras hier kniehoch stehen, aber es ist total dürr", berichtete Landwirt Martin Geißendörfer. Wie nötig die ungeliebten Gewitter sind, zeigt sich auch in Teilen von Süd- und Ostdeutschland: Hier herrscht die höchste Warnstufe für Waldbrandgefahr. Allein in Bautzen gab es dieses Jahr schon 30 Waldbrände, mehr als im gesamten Jahr 2014.

"Es reicht ein Funke und die Feuerwehr hat ein echtes Problem", so der Forstamtmann Thomas Sobczyk. Es sind Szenarien eines Jojo-Sommers, der Deutschland auch in den kommenden Tagen beherrschen wird.