Januar 2020: Weltweit wärmster Januar seit 141 Jahren

Europaweit über 3 Grad zu warm

Der Januar 2020 war der wärmste Januar in Europa und auch - zusammen mit dem Januar 2016 - weltweit seit Beginn der Aufzeichnungen. Das teilte der europäische Klimawandeldienst Copernicus  (Copernicus Climate Change Service) mit. Die US-Wetterberhörde NOAA legt jetzt nach: Auch sie verkündet jetzt den weltweit wärmsten Januar seit Beginn der Messungen vor 141 Jahren. 

Januar auch weltweit (knapp) zu warm

GBR, 2007: Erderwaermung: Die Erde hat Fieber. [en] The Earth gets a fever. | GBR, 2007: The Earth gets a fever. |
Selbst weltweit war der Januar 2020 zu warm. © picture alliance / WILDLIFE, WILDLIFE/N.Benvie

Demnach war der Monat in Europa um 3,1 Grad wärmer als die durchschnittliche Januartemperatur der Jahre 1981 bis 2010. Die Durchschnittstemperatur lag nochmal etwa 0,2 Grad über dem bisherigen Rekordhalter, dem Januar 2007. 

„Über großen Teilen Nord-Ost Europas waren die Durchschnittstemperaturen besonders hoch, in manchen Gebieten ganze 6 Grad höher als die Temperatur der Referenzperiode im Januar (1981-2010)", hieß es weiter.

Der weltweite Mittelwert überstieg jenen vom Januar 2016 - dem bisherigen alleinigen Rekordhalter - sehr knapp und um kaum messbare 0,03 Grad. Die NOAA legt den Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts zugrunde und ermittelt bei der globalen Temperatur einen Wärmeüberschuss von  1,14.

Deutschlandweit ist der Januar fast 4 Grad zu warm

Fast 4 Grad zu warm - das ist schon eine reife Leistung!  Der Januar 2020, der auf einen Temperaturdurchschnitt von 3,3 Grad kommt, fällt 3,8 Grad wärmer aus als der deutsche Durchschnittsjanuar in den Jahren 1961 bis 1990 (das ist die international gültige Referenzperiode). Selbst gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010, in der die globale Erwärmung schon fleißig an den Thermometern drehte, betrug die Abweichung nach oben 2,9 Grad.