10.000 Meter hohe Aschesäule

Vulkan Ätna auf Sizilien erneut ausgebrochen

Von Moritz Nolte

Rauch steigt aus einem Krater des Ätna, dem größtem aktiven Vulkan in Europa, auf.
Eine hohe Aschewolke zieht in den sizilianischen Nachthimmel.

Nach mehreren Ausbrüchen 2021 ist der Ätna auf Sizilien nun erstmals auch dieses Jahr ausgebrochen. Am späten Donnerstagabend spuckte der aktive italienische Vulkan spektakulär Lava und Asche aus. Obwohl die Aktivität des Ätna nicht ungewöhnlich ist, war die Eruption besonders.

Massiver Ausbruch ohne große Gefahr

Seit gut einem Jahr ist der der Ätna sehr aktiv und bricht in einer gewissen Regelmäßigkeit immer wieder, teils spektakulär, aus. Am späten Donnerstagabend kam es dann zum ersten Ausbruch in diesem Jahr. Das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie teilte mit, dass eine erhöhte Aktivität gemessen worden sei. In einer klaren Nacht mit weiter Sicht konnten spektakuläre Fotos der Eruption entstehen. Größere Schäden hat der Vulkanausbruch wohl nicht verursacht. Lediglich die herab regnende Asche sorgt bei den Menschen in der Umgebung für Unmut.

Wie Behörden berichten, musste der Betrieb des Flughafens der Stadt Catania aber beispielsweise vorerst nicht eingestellt werden. Bereits am Freitagmorgen trat aus dem Vulkan auf der Mittelmeerinsel den Angaben zufolge jedoch keine Lava mehr aus. Allerdings ströme weiter eine Aschewolke aus dem Krater. Obwohl der mehr als 3.350 Meter hohe Ätna zu den höchsten und aktivsten Vulkanen in Europa gehört, zählt er trotzdem nicht zu den gefährlichsten Vulkanen der Welt.

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Ungewöhnlicher Ausbruch des Ätna

Beim Ätna handelt es sich um einen komplexen Schildvulkan der auf sehr unterschiedliche Art ausbrechen kann. In diesem Fall spuckte der größte, aktive Vulkan Europas Lavafontänen. Drei Ströme glühenden Gesteins flossen einige Hundert Meter den Berg hinab. Die Lavafront stagnierte dann auf einer Höhe von 2.700 Metern. Das ungewöhnliche bei dieser Eruption: Der heftigste Ausbruch fand am Südostkrater statt – eine untypische Stelle für den Ätna.

Zudem erreichte die Wolke aus Vulkanasche eine Höhe von fast 10.000 Metern, was ebenfalls verhältnismäßig hoch für den Ätna ist. Zudem wurde eine ungewöhnlich hohe Häufigkeit an vulkanischer Blitze registriert. Auch bei früheren Eruptionen gab es schon mal vereinzelte Blitze, aber bei weitem nicht so viele wie dieses Mal. Obwohl der Ätna viel Lava und Asche ausspuckt, haben die Ausbrüche keine Auswirkungen auf die CO2-Bilanz oder das Klima.

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(mno)