Italien macht Klimawandel zum Schulfach

Klimawandel wird Schulfach in Italien
Italien macht Klimawandel zum Pflichtfach für alle Schüler. (Symbolbild) © imago images / imagebroker, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Bildungsminister setzt Klimawandel und Nachhaltigkeit auf den Lehrplan

Italien macht als erstes Land weltweit den Klimawandel zum Pflichtfach für alle Schüler. Das berichtet der "Telegraph". Der italienische Bildungsminister Lorenzo Fioramonti will, dass in Zukunft alle Schüler die Themen Klima und Nachhaltigkeit mindestens eine Stunde pro Woche im Unterricht behandeln, erklärte er der britischen Zeitung.

„Ich will, dass Italien zum Führer im Kampf gegen den Klimawandel wird“

„Das ist ein ganz neues Fach, das von Klasse 1 bis 13 unterrichtet werden wird“, zitiert der Telegraph den Bildungsminister, der der Fünf-Sterne-Bewegung angehört. Das neue Gesetz sei bereits auf den Weg gebracht worden.

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters sagte der Minister außerdem, dass er auch die traditionellen Fächer wie Mathe, Erdkunde oder Physik umstrukturieren wolle, damit sie mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit unterrichtet würden. „Ich will, dass Italien zum Führer im Kampf gegen den Klimawandel wird“, twitterte der Politiker.

Umwelt ist dem Bildungsminister wichtig

Italienischer Bildungsminister Lorenzo Fioramonti
Der italienische Bildungsminister Lorenzo Fioramonti will Italien in Sachen Nachhaltigkeit nach Vorne bringen. © REUTERS, REMO CASILLI, RC/RAF/FW1/Andrew Heavens

Fioramonti hat auch schon im September deutlich gemacht, dass ihm Umweltpolitik am Herzen liegt. Er hatte damals die Schüler in Italien dazu ermutigt, an den Fridays-for-Future-Protesten teilzunehmen und dem Unterricht fern zu bleiben. Dafür wurde der 42-Jährige von der Opposition heftig kritisiert.