Italienische Bergretter werden zu Helden

Wunderrettung am Monte Matajur: Wanderer (31) überlebt sieben Tage ohne Wasser und Nahrung auf Felsvorsprung

In den julischen Alpen im Nordosten Italiens hat ein Mann sieben Tage ohne Nahrung und Wasser überlebt. Bei einer Wanderung war der 31-Jährige abgestürzt und musste alleine auf einem Felsvorsprung ausharren. Pausenlos wird der Italiener von Rettungskräften gesucht. Am siebten Tag seines Verschwindens dann die ersehnte Erlösung: Die Vigili del Fuoco, also die italienische Feuerwehr und Bergrettung, findet den völlig erschöpften Mann wie durch ein Wunder bei einem Helikopterflug.

Vigili del Fuoco gibt nicht auf - und rettet so das Leben des 31-Jährigen im italienisch-slowenischen Grenzgebiet

Die Hoffnungen, den Verschollenen im italienisch-slowenischen Grenzgebiet lebend zu finden, schwanden mit jedem Tag. Dass es dem Mann aus Torreano heute den Umständen entsprechend gut geht, ist zweifellos dem unermüdlichen Einsatz der Vigili del Fuoco, der italienischen Feuerwehr und Bergrettung, zu verdanken. Diese hatten den 31-Jährigen nie aufgegeben und waren immer wieder mit einem Helikopter über das Gebiet geflogen. Am Samstagmorgen trug dieser unermüdliche Einsatz dann endlich Früchte: Bei einem Vorbeiflug an einem Klettersteig fanden sie den verschollenen Mann.

Wie italienische Medien berichten, war der Ingenieur vergangenen Samstag in die Berge zu einer Wandertour aufgebrochen. Zwei Tage später wurde sein Auto in einem kleinen Dorf entdeckt. Von dem 31-Jährigen fehlte jedoch seitdem jede Spur.

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Helden vom Monte Matajur geben nicht auf

Die Suche in dem dicht bewachsenen und steilen Gebiet gestaltete sich als äußert schwierig. Trotzdem machten sich täglich hunderte Einsatzkräfte los, um den Verschollenen zu finden. Im Einsatz waren auch Rettungskräfte aus Slowenien, da sich der Monte Matajur (1650 Meter) im Grenzgebiet befindet. Auch zwei Hubschrauber und Drohnen seien beteiligt gewesen, wie die Vigili del Fuoco mitteilen.

Weil der Wanderer seine Route in seinem Computer vermerkte, hatten die Retter eine oberflächliche Spur. Trotz der größten Bemühungen, mussten sie mit dem Schlimmsten rechnen. Der 31-Jährige war mittlerweile seit einer Woche wie vom Erdboden verschluckt. Die Überlebenschancen ohne Nahrung in diesem Gebiet gehen gleich null.

Wanderer verlor bei Sturz Rucksack mit Verpflegung und sein Handy

Sieben Tage später dann das Wunder: Erneut fliegt ein Helikopter die Route entlang und entdeckt am Samstagmorgen den Mann auf einem Felsvorsprung. Wie italienische Medien weiter berichten, habe der 31-Jährige im steilen Gelände den Halt verloren und war in die Tiefe gerutscht. Dabei habe er seinen Rucksack mit Verpflegung und sein Handy verloren.

Angesichts der vielen Tage ohne Nahrung und Wasser soll sein Zustand den Umständen entsprechend gut gewesen sein. Der Wanderer wurde für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus nach Udine gebracht. (kra)