Islands sterbende Gletscher - Aufnahmen zeigen dramatischen Rückgang des Eises

Islands Gletscher schmelzen schnell

Sie waren einst mächtig auf Island, doch schmelzen sie zusehends dahin: Die Gletscher der Vulkaninsel aus Feuer und Eis zwischen Grönland und Norwegen. Meteorologe Björn Alexander hat sich einen Überblick verschafft. Der Solheima-Gletscher ist um 600 Meter zurückgegangen — Eine Folge des Klimawandels.

Noch etwa zehn Prozent Islands sind mit Schnee und Eis bedeckt, doch der Klimawandel nagt an den mächtigen Süßwasserspeichern und lässt sie weiter schrumpfen. Der Geologe Erik Sturknell von der Universität in Göteborg gibt den verbliebenen Gletschern auf der Insel noch rund 200 Jahre bis sie alle abgeschmolzen sind, falls der Klimawandel im selben Tempo fortschreitet. Einen Gletscher haben die Isländer bereits für tot erklärt: Okjökull. Dieser ist nun „nur“ noch ein Vulkan mit Eisschicht.

Isländischer Gletscher Okjökull
Links: Luftaufnahme des damals noch existierenden Okjökull-Gletschers aus dem Jahr 1986. Rechts: Vom geschrumpften Gletscher ist im August 2019 nur ein kleiner Fleck aus Eis übrig. Foto: AP © deutsche presse agentur

Vorher

Eine Aufnahme von 1999
Eine Aufnahme von 1999 © Studio Olafur Eliasson

Im Jahr 1999 erstrecke sich die Gletscherzunge noch auf zehn Kilometern zwischen den Bergen.

Nachher

So sieht es heute am Solheim-Gletscher aus. Die weiße Markierung zeigt, bis wohin sich der Gletscher erstreckte.
So sieht es heute am Solheim-Gletscher aus. Die weiße Markierung zeigt, bis wohin sich der Gletscher erstreckte. © Studio Olafur Eliasson

Bis heute ist das Eis mehr als 600 Meter zurückgegangen — Folgen der Erderwärmung.