Deutsche Wildbienen werden immer weniger

So kann jeder von uns etwas gegen das Insektensterben tun

Deutsche Wildbienen werden immer weniger

Insekten sorgen dafür, dass unser Ökosystem rund läuft. Aber eine Vielzahl der Tiere sind mittlerweile stark bedroht. In Berlin wurde der Insektenatlas 2020 vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Heinrich-Böll-Stiftung vorgestellt. Und der warnt: die Hälfte der 561 Wildbienenarten in Deutschland sind mittlerweile rückläufig.

Alltagstipps, um Insekten zu schützen

Obwohl vor allem die industrielle Landwirtschaft verantwortlich ist, kann jeder Einzelne etwas gegen das Insektensterben unternehmen. Unter anderem kann man zum Beispiel sogenannte Blühstreifen oder Blühpflanzen im Garten anpflanzen. Auch diejenigen, die keinen Garten oder Balkon haben, können helfen. Welche Möglichkeiten es gibt - im Video oben. 

Bedrohung durch industrielle Landwirtschaft

Laut einer Studie der Universität Sidney nimmt die Population von 41 Prozent der Insektenarten ab, ein Drittel aller Insektenarten ist vom Aussterben bedroht. Schuld am Insektensterben ist vor allem die industrielle Landwirtschaft. Große, monotone Felder, sowie Kunstdünger und Pestizide zerstören Rückzugsgebiete von Nützlingen und fördern die Ausbreitung von Schädlingen.

"In Deutschland sind rund 50 Prozent der Insektenarten auf der Roten Liste. Das heißt die reduzieren sich oder sind vom Aussterben bedroht", so BUND-Sprecher Olaf Bandt. Der BUND und die Heinrich-Böll-Stiftung fordern darum, dass die EU die fast 60 Milliarden Euro, mit denen sie jährlich die euroäpische Landwirtschaft unterstützt, stattdessen zielgerichtet für eine insekten- und klimafreundliche Landwirtschaft einsetzt.