Indonesien: Illegale Brandrodung macht Menschen krank

Seit Wochen lodern in Indonesien gigantische Waldbrände, ausgelöst durch illegale Brandrodung. Rund 25 Millionen Einwohner der Inseln Sumatra und Borneo leben derzeit unter einer gesundheitsschädlichen Dunstglocke. Und die Behörden rechnen damit, dass die Feuer bis ins nächste Jahr brennen könnten.

Indonesien: Illegale Brandrodung macht Menschen krank
© REUTERS, DARREN WHITESIDE

Es ist einer der größten Umweltskandale in diesem Jahr und er könnte tausende Menschenleben fordern. Doch der Regierung ist es egal, sie verdient gut mit an den illegalen Brandrodungen.

Um Platz für neue Palmölfelder zu bekommen, brennen Plantagenbesitzer jedes Jahr im September und Oktober Teile des Urwalds ab. Doch so schlimm wie jetzt waren die Auswirkungen wohl noch nie. Selbst in Singapur und Thailand sind sie zu spüren. Immer wieder werden auch hier Schulen zeitweise geschlossen.

Denn vor allem Kinder leiden verstärkt unter schweren Atemwegserkankungen. "Indonesien ist in dem Fall eines der korruptesten Länder der Welt, hier schaut der Staat leider nur zu, statt die Täter zu bestrafen", sagte Imo Fischer vom WWF.

Kriegschiffe sollen jetzt zehntausende Menschen mit Atemwegserkrankungen aufs Meer hinausfahren - zur Erholung. Ein bizarrer Gedanke. Anstatt die Brände zu bekämpfen und die Täter zu bestrafen, werden die Kinder auf das Meer deportiert.

Dabei weiß man mittlerweile, dass die Luftverschmutzung der größte Killer der Welt ist. 3,3 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen von dreckiger Luft - die meisten in Asien.