Zu Hause wandern Sie ganz selbstverständlich in den Kühlschrank

Warum werden die Eier im Supermarkt eigentlich nicht gekühlt?

Die kleinen Geheimnisse des Alltags ...

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die Eier im Supermarkt nie im Kühlregal liegen? Dabei werden Sie zu Hause, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, von uns sofort in den Kühlschrank gepackt. Warum das so ist, erklären wir Ihnen hier!

Von Natur aus eine Schutzschicht

Und in der Tat, es handelt sich um Möglichkeit zwei: Die Eier haben von Natur aus eine Schutzschicht, die sogenannte Cuticula. Der Begriff leitet sich von dem lateinischen Wort cutis für Haut oder Schicht ab. Diese Schicht kommt in der Natur an verschiedenen Stellen vor und nimmt zumeist eine schützende Funktion wahr. 

Cuticula soll vor Keimen schützen

Eine Hühnereischale besteht zu 90 Prozent aus Kalk. Sie ist in der Regel 0,2 bis 0,4 mm stark und untergliedert sich in drei Abschnitte: die besagte Cuticula, die eigentliche Schale, die aus Kristallit besteht, und die Eierschalenmembran. Die Cuticula soll Keime daran hindern, über die Poren der eigentlichen Schale in das Innere des Eis zu gelangen. Dabei helfen Enzyme im Inneren des Eis - zumindest für die ersten 18 Tage ab dem Legedatum. Danach gehören Eier auf jeden Fall vor dem Verzehr in den Kühlschrank, da sich sonst Keime bilden könnten. Grundsätzlich sind rohe Eier 28 Tage zum Verzehr geeignet. Danach sollten sie nur noch für Speisen, die auf 70 Grad erhitzt werden, verwendet werden. Gekochte Eier sind zwei bis vier Wochen länger haltbar.

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In den USA wird gewaschen und getrocknet - Experten raten davon ab

Übrigens: Wenn Sie schon einmal in Nordamerika unterwegs waren, wird Ihnen vielleicht aufgefallen sein, dass die Eier dort immer im Kühlregal lagern. Kein Wunder: Dort werden die Eier vor der Belieferung der Märkte industriell gewaschen und getrocknet. Auch in Deutschland waschen viele Menschen die Eier ab, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen. Doch die Verbraucherzentrale Bayern rät davon ab - denn die Cuticula ist wasserlöslich.  "Durch feine Risse können leichter Keime ins Innere gelangen und sich dort vermehren", warnen die Experten.

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Quellen: RTL/lebensmittelexikon.de/Verbraucherzentrale Bayern

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