Wunderbare Projekte auf dem Schwarzen Kontinent

Im Kampf gegen den Klimawandel ist Afrika der Kontinent der Hoffnung

In Afrika tut sich was: Während sich die Politik in Europa und den USA schwer tut mit Innovationen gehen die Afrikaner mutig voran. Oft sind es Einzelpersonen, die starke Projekte ins Leben rufen, manchmal geben auch die Regierung Geld für sinnvolle Projekte, die wirklich den Menschen helfen. An dieser Stelle stellen wir einige dieser tollen Leuchtturmprojekte vor, die Signalwirkung für die ganze Welt haben können.

Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

Laut der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (International Renewable Energy Agency, IRENA) ist Afrika derzeit auf dem Weg, den Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030 um 290 Prozent zu steigern. Damit rangiert Afrika weit vor Lateinamerika und Asien. In Kenia wurde zum Beispiel eine Geothermieanlage in Betrieb genommen. Die liefert Strom für 500.000 Haushalte und 300.000 kleine und mittlere Unternehmen.

In Sambia gehen gerade sogenannte Off-The-Grids durch die Decke. Das sind kleine Systeme, die ihre Energie meist aus integrierten Solarzellen beziehen. Diese Off-Grids arbeiten autonom. Es gibt sie in den verschiedensten Bereichen, zum Beispiel als kleine Kocher oder um Wasser zu reinigen.

Marokko liegt im Plan für das Pariser Klimaziel

Ein Erfolg des Brunnenbaus -Kinder präsentieren ihr erstes angebautes Gemüse. Etwa 34 Millionen Menschen in Afrika hatten 1994 nicht genug zu essen und waren auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die wachsende Zahl hungernder Menschen ist nur zum Teil
Kleinbauern arbeiten effizienter als große Agrarbetriebe.

Fast jedes afrikanische Land hat seine Vorzeigeprojekte: Im Senegal wird Energie durch Biogas-Fermenter gewonnen. In Mauritius wird Abwärme genutzt, um Wasser zum Kochen zu erhalten. Marokko setzt voll auf Photovoltaik und nutzt die hohe Zahl an Sonnenstunden. Ein riesiges Solarkraftwerk in Ouarzazate erzeugt umweltfreundliche Energie für mehr als eine Million Menschen. Schon nächstes Jahr will Marokko seinen Anteil an erneuerbarer Energie auf knapp 50 Prozent steigern. Damit liegt es als eines der wenigen Länder der Welt im Fahrplan des Pariser Klimaabkommens.

In Kenia gibt es das "Green Water"-Projekt. Da wurden die Kleinbauern geschult, wie sie das Wasser effizienter nutzen und damit in trockenen Gebieten Landwirtschaft betreiben können. Außerdem wurden vor allem die Bauern geschult, die am Oberlauf von Flüssen wohnen. Sie sollen behutsam mit den Ressourcen umgehen und möglichst wenig mit Pestiziden arbeiten, damit auch die Menschen am Unterlauf der Flüsse noch ausreichend Wasser mit guter Qualität vorfinden. So sind die Konflikte um Wasser tatsächlich zurückgegangen.

Earth Roofs in der Sahel-Zone +++ Äthiopien forstet auf

Auch Äthiopien ist eines der Länder, die in Sachen 1,5-Grad-Ziel auf einem guten Weg sind. Dort wurden im Sommer innerhalb von zwölf Stunden an mehr als 1.000 Orten im Land über 350 Millionen Bäume gepflanzt. Weltrekord. Aufforstung gibt es in fast allen ostafrikanischen Ländern. Bäume halten den Boden fest, sie werden oft inmitten der Felder gepflanzt, damit sie dort Schatten spenden und die Bodenerosion gestoppt wird. Bekannt ist vor allem der "Green Belt" in der Sahelzone. Mit einem Gürtel aus Bäumen soll die Ausbreitung der Sahara eingedämmt werden.

Mit den Bäumen begegnet man auch dem Materialproblem in der Sahel-Zone, das durch die Entwaldung einst in Gang gesetzt wurde. Die Verknappung von Holz und Stroh beeinträchtigte den Bau von traditionellen Häusern. Nun aber wurde das Programm "Earth Roofs in the Sahel" ins Leben gerufen. Bei dieser Bautechnik werden Ziegel aus Erde und Wasser geformt und dann in der Sonne getrocknet. Diese Häuser sind ein prima Schutz gegen Hitze und isolieren wunderbar.

Es klingt erstaunlich, aber Europa kann von Afrika viel lernen.