Unfassbar: Stürme wie am Fließband

Hurrikan-Saison 2020 auf Rekordkurs: Bermudas und New Orleans betroffen

This satellite photo provided by the National Oceanic and Atmospheric Administration shows Tropical Storm Sally, Sunday, Sept. 13, 2020, at 2050 GMT. Sally churned northward on Sunday, poised to turn into a hurricane and send a life-threatening storm
Tropensturm "Sally" zieht auf die US-Südküste und New Orleans zu. © AP

"Paulette" über den Bermudas, "Sally" trifft die US-Südküste

Die atlantische Hurrikan-Saison 2020 ist bereits jetzt eine Saison der Rekorde und könnte am Ende so viele Stürme bringen wie noch keine andere zuvor. Und nachdem zuletzt kein Land von den Aktivitäten der Tropenstürme betroffen war, ändert sich das in der neuen Woche. „Paulette” überquert die Bermudas und „Sally” trifft New Orleans.

Hintergrund-Infos:

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Am Montag sind die Bermudas dran

Nachdem „Paulette” als sogenannter Fischsturm ohne Landkontakt war, überquert er jetzt als Hurrikan der ersten Kategorie die Bermudas. Das heißt Windgeschwindigkeiten um die 140 km/h mit stärkeren Böen sowie eine Sturmflut und sintflutartiger Regen um die 100 bis 200 Liter pro Quadratmeter. Doch das ist noch kein Vergleich zu „Sally”.

Die Zugbahn-Vorhersage des NHC für Tropensturm
Die Zugbahn-Vorhersage des National Hurricane Center (NHC) für Tropensturm "Sally". In New Orleans und Umgebung wird es eine sehr gefährliche Lage. Zumal sich "Sally" noch zu einem Hurrikan verstärken dürfte. © nhc

„Sally” erreicht am Dienstag New Orleans

Es wird mal wieder heftig in New Orleans. Zum wiederholten Male in diesem Jahr blicken die Menschen in New Orleans auf den Golf von Mexico und hoffen, dass es nicht so schlimm wird. In Sachen Sturm mag das vielleicht so sein. Denn derzeit ist „Sally” noch ein Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten von um die 100 km/h. Allerdings steht eine weitere Verstärkung kurz bevor, so dass „Sally” sehr wahrscheinlich noch zu einem Hurrikan werden dürfte. 

Die Wassermassen sind enorm

Außerdem schiebt der Sturm enorme Wassermassen heran. Das gilt insbesondere für den Regen. Verbreitet werden bis zur Wochenmitte in der Region um New Orleans 150 bis 300 Liter pro Quadratmeter fallen. In Spitzen sind im Dreieck zwischen New Orleans, Mobile und Hattiesburg sogar über 500 Liter pro Quadratmeter möglich. Das geht schon in die Größenordnung des Jahresniederschlages von Berlin. Darüber hinaus drohen eine meterhohe Sturmflut sowie einzelne Tornados. Diese können sich im Umfeld des Sturms bilden.

Video: So entsteht ein Hurrikan

Die atlantische Hurrikansaison geht vom 01. Juni bis zum 30. November

Das Hurrikan-Jahr 2020 hat es in sich. Denn bereits vor dem offiziellen Start bildete sich ein Hurrikan. Am 16.05. kam Arthur und traf im weiteren Verlauf die Bahamas und Florida. Und auch die nachfolgenden Stürme gingen teilweise als die frühesten in der Saison in die Wettergeschichte ein. Zudem wütete Hurrikan „Laura“ an der US-Südküste.