Hurrikan 'Maria' verwüstet Puerto Rico - Staudamm droht zu brechen - Massenevakuierung

Neue Bedrohung für Puerto Rico: Riss im Staudamm
Neue Bedrohung für Puerto Rico: Riss im Staudamm Keine Entwarnung nach Durchzug von Hurrikan 'Maria' 00:00:27
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Noch hält der Staudamm

Puerto Rico zieht Bilanz und zittert vor einer weiteren Gefahr: Auf der Karibikinsel sind durch den Hurrikan 'Maria' mindestens zehn Menschen getötet und Schäden in Milliardenhöhe verursacht worden, mehr als durch Hurrikan 'Georges' im Jahr 1998. Die vom Hurrikan mitgebrachten Wassermassen brachten zudem den großen Guajataca-Staudamm in Quebradillas an seine Grenze: Das Bauwerk wies am Wochenende erste Schäden auf, konnte den Fluten aber zunächst standhalten. Mehrere Gemeinden wurden vorsichtshalber evakuiert. 11.000 Menschen befinden sich derzeit in Notunterkünften. 

"Die Zerstörungen sind enorm"

Hurrikan 'Maria' hatte zuvor auch in der Dominikanischen Republik, dem so beliebten Ferienziel der Deutschen, schwere Schäden angerichtet. Das Land wurde von 'Maria' aber nicht voll getroffen wie zuvor Puerto Rico oder die Inseln Dominica und Guadeloupe.

In ganz Puerto Rico gab es Stromausfälle, das Benzin wurde knapp und die noch funktionierenden Tankstellen durften Benzin meist nur an offizielle Wagen für Rettungseinsätze abgeben. Mehrere Krankenhäuser konnten mangels Strom kaum noch arbeiten, auch Essen und Trinkwasser wurden knapp. "Die Zerstörungen sind enorm, es gibt hunderttausende Personen, zu denen wir noch nicht gelangen konnten", sagte die Bürgermeisterin von Puerto Ricos Hauptstadt San Juan, Carmen Yulín Cruz. 

Hurrikan Maria wütet weiter
Hurrikan Maria wütet weiter Strände in der DomRep komplett zerlegt 00:00:31
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Puerto Rico "vollkommen ausradiert"

US-Präsident Donald Trump hatte den Katstrophenzustand für Puerto Rico ausgerufen. Damit bekommt das US-Außengebiet, wo viele Menschen in Armut leben, finanzielle Hilfen zum Beispiel für Notunterkünfte und Reparaturen. Trump sagte, Puerto Rico sei "vollkommen ausradiert" worden. Das US-Militär will mit sechs Hubschraubern und vier Transportflugzeugen Hilfsmaßnahmen für Puerto Rico unterstützen.

Ausläufer des Hurrikans könnten auch die US-Ostküste treffen. Es wird aber damit gerechnet, dass sich 'Maria' weiter abschwächt. Das US-Hurrikanzentrum führte ihn am Sonntag nur noch als Sturm der Kategorie zwei, was Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde entspricht.