Hurrikan 'Karl' bedroht mexikanische Golfküste

Hurrikan 'Karl' ist zu einer Gefahr für die mexikanische Golfküste herangewachsen. Im Bundesstaat Veracruz wurden die Küstengebiete nördlich der gleichnamigen Hafenstadt in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Das Atomkraftwerk Laguna Verde wurde vorsorglich abgeschaltet. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami wird der Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern auf die Küste treffen. Die Region wird schon seit Wochen von Hochwasser geplagt.

"Es ist eine außerordentlich riskante Lage für den Staat Veracruz entstanden", hieß es in einer Mitteilung des lokalen Zivilschutzes. 'Karl', Hurrikan der dritthöchsten Stufe, sollte im Laufe des Tages im Bereich der Stadt Tuxpan auf das Festland prallen. Bis zu sechs Meter hohe Wellen werden befürchtet.

Notherbergen für Tausende von Menschen wurden vorbereitet. Die Behörden warnten vor allem vor Erdrutschen in den Bergen und Überflutungen der zahlreichen Flüsse in den Niederungen. Veracruz und andere Staaten im Süden Mexikos leiden nach heftigen Regenfällen seit Wochen unter Hochwasser.