Hornissenplage: Was Sie bei einem Hornissennest tun können

Hornissennest auf dem Balkon
Hornissennest auf dem Balkon Düsseldorfer Familie lebt in Angst 02:16

Gefürchtete Hornissen stehen unter Artenschutz

Wo Hornissen auftauchen, herrscht schnell Panik. Wie auch bei Bienen und Wespen kann ein Stich gefährlich werden. Doch Achtung: Nester dürfen nicht eigenmächtig entfernt werden, denn die Tiere stehen unter Artenschutz.

Hornissen wollen ihr Nest verteidigen

Wer ein Hornissennest an seinem Wohnhaus oder an seinem Grundstück bemerkt, sollte zunächst einmal Ruhe bewahren. Grundsätzlich sind die Tiere eher friedliebend und interessieren sich, anders als gewisse Wespenarten, nicht für den heimischen Kaffeetisch. Aggressiv können sie jedoch werden, wenn sie ihr Nest verteidigen wollen. Das ist ein Grund, warum Laien lieber die Finger von den Nestern lassen sollten.

Sondergenehmigung zum Entfernen von Hornissennestern

Entfernt man trotzdem eigenmächtig ein Nest, drohen hohe Geldbußen von bis zu 50.000 Euro. Denn die Tiere stehen unter Artenschutz. Besteht eine Gefährdung durch die Tiere, wenn sie zum Beispiel in unmittelbarer Nähe zu Kindern nisten, kann eine Sondergenehmigung bei der zuständigen Naturschutzbehörde oder der Gemeinde beantragt werden. Dann muss das Nest von einem Fachmann umgesiedelt werden.

Das war auch bei Familie Baumeier aus Düsseldorf der Fall: Die fünfköpfige Familie hatte ein Hornissennest in der Wand ihres Balkons. Und nicht nur das! Irgendwann fanden die Tiere sogar einen Weg in die Wohnung und Mutter Lisa Marie plagte die Angst um ihre Kinder. Wie der Familie geholfen werden konnte und was passiert, wenn eine Umsiedlung nicht möglich ist, das sehen Sie in unserem Video.