Hoffnung auf den Philippinen: Das Wetter wird endlich besser

Über 3.600 Tote

Eine Woche nach dem verheerenden Taifun 'Haiyan' auf den Philippinen läuft die Hilfsgüterverteilung immer besser, aber über die Zahl der Opfer herrscht weiter Unklarheit. Tausende Überlebende versuchen, aus dem Katastrophengebiet zu fliehen. Am Hafen und am Flughafen von Tacloban auf der schwer verwüsteten Insel Leyte standen Tausende in langen Schlangen, um einen Platz auf den Frachtmaschinen- und schiffen zu ergattern, die nach der Entladung der Hilfsgüter nach Manila oder Cebu zurückkehren.

Die dringend benötigte Hilfe kommt aus der Luft
Hilfsgüter werden aus Hubschraubern abgeworfen

Das Büro für Zivilschutz meldete 3.422 Todesopfer in den Provinzen Leyte und Samar. Auf anderen Inseln kamen nach offiziellen Angaben 199 Menschen ums Leben. Die Vereinten Nationen hatten in der Nacht von 4.460 Todesopfern gesprochen. Doch dafür gab es von den philippinischen Behörden keine Bestätigung.

US-Flugzeugträger vor Ort

Inzwischen liegt der amerikanische Flugzeugträger 'USS George Washington' vor der Küste von Samar. Die Soldaten haben mit dem Ausladen der Hilfsgüter begonnen. Mehrere Flugzeuge waren von Bord an Land verlegt worden, um mehr Platz für die Hubschrauber zu machen, die Hilfsgüter in bislang unerreichte Regionen des Katastrophengebietes fliegen. Gute Nachricht kam auch vom Wetterbüro: Nach tagelangem schweren Regen soll es in den nächsten Tagen trocken bleiben.

Die Regierung gerät wegen der schleppend anlaufenden Hilfe zunehmend unter Druck. "Unsere Rettungsmaßnahmen kommen voran, auch wenn es teils immer noch langsam geht", sagte Innenminister Mar Roxas. "Jeden Tag läuft es besser als am Vortag. Es kann nie schnell genug gehen in einer Situation wie dieser, wo so viele Menschen betroffen sind und so viel Infrastruktur beschädigt ist."