Höhlendrama in Thailand: Alle Jungen und ihr Trainer gerettet

Das Wunder ist vollbracht!
Das Wunder ist vollbracht! Alle Jungen und Trainer gerettet 01:27

Neue Rettungsaktion am Dienstag erfolgreich

Es ist das erhoffte Happy End im Höhlendrama von Thailand! Die zwölf Spieler einer thailändischen Fußball-Jugendmannschaft und ihr Trainer sind alle aus der überfluteten Höhle gerettet worden. Das teilte die thailändische Marine mit. Am Dienstagmorgen hatten die Taucher mit der Rettung der letzten Jungen und ihres Trainers begonnen. Die Kinder waren 17 Tage in der Höhle eingeschlossen. 

Familien dürfen die Geretteten besuchen

A board showing "Welcome home, boys", is seen after rescue effort has begun for the 12 schoolboys and their soccer coach trapped in Tham Luang cave, in Chiang Rai, Thailand, July 9, 2018. REUTERS/Tyrone Siu
Ein Schild in Chiang Rai zeigt die Aufschrift: "Willkommen zurück, Jungs!" © REUTERS, TYRONE SIU, TS/TC

Nun sind die Kinder und ihr Trainer alle gerettet. Als Vorletzter wurde laut TV-Berichten aus Thailand ein Elfjähriger von Spezialtauchern ins Freie gebracht. Bereits am Sonntag und Montag waren jeweils vier Kinder aus der Höhle im Norden des Landes ans Tageslicht gebracht worden.

Das Beste an diesen Nachrichten ist: Den geretteten Kindern geht es gut! Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn versicherte am Montag, alle bis dahin Geretteten seien "sicher und gesund". Sie werden jetzt in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai behandelt, etwa 50 Kilometer von der Höhle entfernt. Dort gab es für die ersten Jungen auch schon ein Wiedersehen mit Eltern und Geschwistern.

Allerdings müssen sie nach zwei Wochen in fast kompletter Dunkelheit äußerst vorsichtig wieder ans normale Leben herangeführt werden. Zunächst einmal sollen sie von Ärzten aufs Gründlichste untersucht werden. Befürchtet wird, dass auch die Psyche Schaden genommen haben könnte. Der achte Stock der Klinik, wo die Jungen jetzt schlafen, ist von der Polizei abgesperrt.

Höhlenrettung in Thailand: Was macht das mit den Kindern?
Höhlenrettung in Thailand: Was macht das mit den Kindern? Jugendfußballmannschaft wird aus Höhle befreit 01:59

Wettlauf gegen die Zeit

Die Rettungsaktion war ebenso aufwendig wie gefährlich. An manchen Stellen war der Weg so eng, dass die Taucher ihre Atemluft-Flaschen abschnallen müssen. Darüber hinaus konnten die Helfer im Wasser kaum sehen. Bei der Vorbereitung der Mission ertrank am Freitag ein erfahrener thailändischer Taucher.

(180709) -- CHIANG RAI, July 9, 2018 -- Rescuers transport rescued young soccer team members in Chiang Rai, Thailand, July 8, 2018. Four boys out of a total of 12 young soccer team members and their coach have been rescued after being trapped in a ca
Rettungskräfte haben die Jungen in ein Krankenhaus gebracht, wo sie in den nächsten Tagen intensiv betreut werden. © imago/Xinhua, chiang rai pr office, imago stock&people

Jeweils zwei Retter nahmen einen Jungen, von denen kein Einziger richtig tauchen kann, ins Schlepptau. Alle trugen Taucheranzüge und waren mit Taucherbrillen ausgerüstet. Die Profis versorgten sie mit Luft. Etwa 90 Taucher waren im Einsatz. Das Kernteam bestand aus 18 Spezialtauchern, davon der größte Teil aus Ländern wie Australien und Großbritannien. Insgesamt waren mehr als tausend Retter beteiligt.

Weil in Südostasien gerade Monsun-Saison ist und neue schwere Regenfälle drohen, war es auch ein Kampf gegen die Zeit. Die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non, wo das Team am 23. Juni von Wassermassen überrascht wurde, liegt ganz im Norden Thailands an der Grenze zu Myanmar.