Wasser von allen Seiten

Massives Tauwetter und Dauerregen kommen zusammen: Hochwasser droht

Schneeschmelze trifft warmen Regen: Hochwassergefahr

Zum Jahresende wird Deutschland nochmal so richtig nass gemacht. Von oben fällt jede Menge Regen und unten schmilzt der Schnee bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad rasant dahin. Wenn massives Tauwetter und teils ergiebiger Regen zusammenkommen, steigen schnell die Pegel kleiner Flüsse. Hochwasser droht. So wie jetzt.

Immer wärmer - Schneefallgrenze steigt auf 2000 Meter

Die Luftmassen, die jetzt ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen nach Deutschland schaufelt, sind nicht nur ungewöhnlich mild, sondern auch feucht. Besonders der Westen und noch mehr der Süden werden jetzt mit jede Menge Regen bedacht. Die Schneefallgrenze steigt allmählich bis auf 2.000 Meter – vorübergehend sogar auf 2.500 Meter. Darunter wird bis Silvester - also auch im Bereich Schwarzwald und Bayerischer Wald - alles grün, beziehungsweise braun-matschig sein.

Schnee zieht sich ins Hochgebirge zurück

Bis Silvester schwindet der Schnee aus ganz Deutschland
Silvester 2021: Der Schnee ist wieder weg.

Bis zu 100 Liter Regen an den Alpen

Regen-Schwerpunkte sind der Schwarzwald, das Allgäu und das Karwendel-Gebiet mit dem Berchtesgadener Land. Dort prasseln bis Donnerstag 50 bis 80, örtlich auch 100 Liter Regen pro Quadratmeter runter. Zusammen mit dem Schmelzwasser lässt das besonders an kleineren Flüssen und Bächen die Hochwassergefahr ansteigen.

„Das Gute ist, dass die letzte Zeit trocken und kalt war, so dass die Gewässer noch aufnahmefähig sind“, erklärt RTL-Meteorologe Carlo Pfaff. Hier und da können aber trotzdem die kleineren Flüsse über die Ufer treten, besonders im Allgäu, wo schon mächtig viel Schnee lag. „Große Flüsse wie der Rhein stecken die Wassermengen aber locker weg“, ergänzt Pfaff.

Die Hochwasserzentrale in Baden-Württemberg hat am Südrand des Schwarzwaldes erste Vorwarnungen ausgegeben. Sie betreffen einige Zuflüsse des Hoch-und Oberrheins.

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(ctr)