Zahlreiche Flüsse stiegen über die Ufer

Dauerregen sorgte für Überflutungen

Straßen und Häuser wurden in Passau überflutet

Heftige Regenfälle haben mehrere Flüsse über die Ufer steigen lassen. Der Pegel der Ilz (nahe Passau) stieg am Samstag auf 4,26 Meter (Kalteneck). So ein Ereignis tritt etwa alle 100 Jahre auf. Das Zusammenspiel zwischen der Schneeschmelze und ergiebigen Regenfälle machte die Lage so heftig. Es wurden Straßen und Häuser überflutet. Nun entspannt sich die Lage langsam wieder.

Am Samstag wurde die Lage in Passau kritisch.

16.03.2019, Bayern, Passau: Feuerwehrleute pumpen Wasser aus einer Gebäudezufahrt. Das Hochwasser der Ilz hat in Teilen Passaus Straßen und Grundstücke überflutet und Keller volllaufen lassen. Foto: Tobias Köhler
Hochwasser in Passau

Der Hochwasserschwerpunkt befand sich in Niederbayern (besonders entlang des Bayerischen Waldes). Hier stiegen die Pegel der Flüsse am Freitag und Samstag stark an. Der Pegel der Ilz hatte am Samstagvormittag seinen Höhepunkt erreicht. Durch diesen enormen Wasserstand wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen. Normalerweise liegt der Wasserstand bei rund 2 Metern. Die Folge: Teile von Passau standen unter Wasser. Die Feuerwehr war rund um die Uhr im Einsatz. Besonders betroffen waren die Regionen um Deggendorf. Hier wurden mehrere Keller und Straßen überflutet. Die Anwohner schützten ihre Häuser mit Sandsäcken.

Heute entspannt sich die Hochwassersituation an den Flüssen in Bayern und Baden-Württemberg weiter. Der Pegel an der Ilz ist auf 2,28 Meter abgesunken. Das Wasser läuft in den kommenden Stunden weiter ab. Auch der Rheinpegel bei Köln soll noch seinen Höhepunkt von 6,70 Meter noch erreichen.

Der Wasserstand des Flusses Regen ist derzeit noch kritisch erhöht. Hier wurde die dritthöchste Warnstufe 3 herausgegeben. Der Fluss besitzt derzeit einen Wasserstand von 3,94 Metern (Stand: Sonntag, 10:00 Uhr). In den nächsten Stunden soll dieser ebenfalls sinken.

Feuerwehr und THW waren in Rheinland-Pfalz im Einsatz

16.03.2019, Rheinland-Pfalz, Niederelbert: Feuerwehrleute versuchen nach einem Unwetter, mit Pumpen die überflutete Landesstrasse 327 wieder befahrbar zu machen. Nach starken Regenfällen sind rund um Montabaur rund 200 Helfer von Feuerwehr und THW im
Überschwemmungen nach einem Unwetter bei Montabaur.

Nach den heftigen Regenfällen sind auch in Montabaur (Westerwaldkreis) mehrere Bäche über die Ufer getreten. Das Wasser überflutete in der Nacht zum Samstag mehrere Straßen und lief in verschiedene Keller, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW) waren mit rund 200 Helfern im Einsatz. Der Wasserpegel eines Zuflusses der Lahn in Niederelbert stieg so stark an, dass ein Hochwasser aufgetreten ist, was etwa alle 20 Jahre vorkommt. Die Landesstraße 327 wurde so stark überflutet, dass das Wasser abgepumpt werden musste.