Hochwasser an der Ostsee - Nordsee-Verkehr könnte wegen Niedrigwasser eingestellt werden

Gleiche Windrichtung am Meer, aber unterschiedliche Auswirkungen
Hochwasser an der Ostsee, aber Niedrigwasser an der Nordsee © dpa, Bernd Wüstneck

Gleiche Windrichtung, aber unterschiedliche Auswirkungen

Nicht nur an der Ostsee wird es wieder windig werden, sondern auch an der Nordsee wird in den nächsten Tagen ein starker Wind erwartet. Damit wird der Wasserstand der von Gezeiten geprägten Nordsee stark beeinträchtigt. Aber hier droht, anders als an der Ostsee, Niedrigwasser.

Fährverkehr zu den Inseln könnte eingestellt werden

Zwischen einem Tief über Süd- und Westeuropa und Skandinavienhoch Peter verstärken sich die Luftdruckgegensätze vor allem zum Freitag hin deutlich. So kann auch der Wind wieder aufleben und in Böen mit Sturmstärke zwischen 60 und 70 km/h (Beaufort-Stärke 7 bis 8) aus östlichen bis südöstlichen Richtungen wehen. Aber nicht nur die Böen könnten eine Gefahr darstellen, auch der Wasserstand wird vor allem an der Nordsee stark vom Wind beeinflusst.

Während der starke Ostwind an der Ostsee zu einem erhöhten Wasserstand mit Sturmflutgefahr führen kann, ist an der Nordsee genau das Gegenteil der Fall. Die Nordsee ist von Ebbe und Flut geprägt, was auch die Schifffahrt beeinflusst. Ein starker Wind aus östlichen, besonders aber südöstlichen Richtungen drückt das Wasser bei Ebbe noch weiter zurück und die Pegel sinken stärker unter den normalen Niedrigwasserstand. Sinkt der Wasserstand ca. 1 Meter unter den normalen Niedrigwasserstand kann dies dazu führen, dass die Fähren nicht mehr auslaufen können und der Verkehr bis zur Flut eingestellt werden muss.

So besteht die Gefahr, dass der Wochenendausflug auf eine der Nordseeinseln ins Wasser fällt. Am besten informiert man sich vorher bei den jeweiligen Fährbetrieben. Am Samstag sollte der Wind allmählich wieder nachlassen und die Fähren keine Probleme durch Niedrigwasser bekommen.