Hitzewellen auch in den Ozeanen

Die Hotspots auf den Weltmeeren sind in "rot" gekennzeichnet.
Die Hotspots auf den Weltmeeren sind in "rot" gekennzeichnet. © RTL Interactive, Andrew J. Pershing und Co

Hitzewellen gibt es nicht nur an Land, sondern auch auf den Ozeanen. Dort tauchten sie in den letzten 40 Jahren immer häufiger und überraschender als gedacht auf. Die Häufigkeiten der „heißen“ Meerestemperaturen sind noch schneller als erwartet angestiegen, sagen US-Meeresforscher in einer Studie, die im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Science“ erschien.

Und diese Hotspots sind über der gesamten Erde verteilt. Besonders betroffen sind die arktischen Gewässer, das Mittelmeer, der westliche Atlantik, der östliche Pazifik, Teile des indischen Ozeans und die Gewässer rund um Australien.

Vor 1940 waren solche Hitzewellen fast gar nicht zu erkennen. Bis Anfang der 1980er Jahren blieb die Anzahl auch noch gering.  Erst als sich die globale Erwärmung beschleunigte, erhöhte sich die Anzahl solcher Hitzewellen in den Ozeanen dramatisch. Drastische Kältewellen gab es seit 2000 fast gar nicht mehr.

Weltmeere größte Hitzespeicher der Welt

Diese Zunahme der Hitzewellen bestätigt, dass die Weltmeere die größten Hitzespeicher der Erde sind. 90 Prozent der zusätzlichen Wärme, die die Erde in den letzten 50 Jahren aufgrund des Treibhauseffekts aufnahm, landete in den Weltmeeren, so die US-Meeres- und Atmosphärenbehörde NOAA.