Südeuropa verglüht, während Deutschland abkühlt

Extremwetter am Mittelmeer - Saharastaub und brutale Hitze seit über einer Woche

Hitze von Nordafrika über Italien bis in die Türkei

Seit über einer Woche macht Saharaluft den Menschen in Teilen Europas zu schaffen. Die volle Hitzeschelle trifft jetzt Griechenland und die Türkei mit Spitzen bis 43 Grad. Auch Süditalien und Sizilien sind weiterhin im Fokus der Gluthitze. Gleichzeitig gibt es Regionen, in den es auch nachts kaum unter 30 Grad runtergeht. Das ist weit entfernt von den aktuellen Temperaturen in Deutschland. Zumal teils schwere Gewitter hierzulande jetzt erst einmal für Abkühlung sorgen, während der Glutofen in Europas Süden nochmals angefeuert wird.

Weitere Fakten zur Hitzewelle in Südeuropa: Die durch die Hitzehölle gehen.

Oben im Video: So geht das Wetter in den kommenden zehn Tagen weiter.

So heiß ist es in Europas Süden

Es sind schwindelerregende Temperaturen, die die Wettercomputer weiterhin vor allem am zentralen und am östlichen Mittelmeer bis rauf zum Balkan und nach Osteuropas auswerfen. 33 bis 38 Grad sind gerne mal mit im Rennen. Zum Teil 40 Grad und mehr. Die Spitzenreiter sind hierbei in den nächsten Tagen nach wie vor Süditalien, Griechenland und die Türkei, wo bis zu 43 Grad drin sind.

Die Hitze im Süden Italiens und am zentralen Mittelmeer

Die Graphik zeigt die Vorhersage der Temperaturen am zentralen Mittelmeer. Auf Sizilien erneut mit bis zu 41 Grad.
Seit über einer Woche schon: über 40 Grad im Süden Italiens. © wetter.de

Extreme Belastung auch in den Nächten

Tagsüber 35 Grad und mehr mögen noch auszuhalten sein. Zumindest wenn man sich denn irgendwann mal etwas runter kühlen kann. Mit dem Sprung ins Mittelmeer ist das bei Wassertemperaturen von 25 bis 27 Grad schon mal ein bisschen möglich. Aber um die Hitze des Tages aus den Häusern zu bekommen, gibt es leider kaum ein Mittel. Denn nachts kühlt es zum Teil auch nicht auf unter 25 bis 30 Grad ab. Die Tagesmitteltemperaturen liegen somit locker über 30 Grad und dementsprechend heiß sind dann auch die Gebäude.

Die Abkühlung kommt - zumindest wird es weniger heiß

Bei uns in Deutschland sorgt Tief XERO jetzt für ein vorläufiges Ende der hochsommerlichen Temperaturen. Und auch wenn es am Mittelmeer noch ein paar Tage länger dauert bis die extreme Saharahitze abgedrängt wird: es ist ein Licht am Ende des Hitzetunnels in Sicht.

RTL-Meteorologe Björn Alexander: „Am kommenden Wochenende dürften die Hitze und der Staub aus dem Norden Afrikas weniger werden und mit Höchstwerten von 28 bis 34 Grad gibt es dann auch in Südeuropa wieder ganz normale Sommerwerte.“

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(bal/oha)