Unwettergefahr bei uns ab Freitag

Über Spanien und Frankreich kracht es schon: Großer Hagel, Starkregen, Sturmböen

Deutschland-Trend: Erst Hitze, dann folgen Schwüle und heftige Gewitter

Während die spanische Heißluft auf dem Weg nach Deutschland ist und uns die erste Hitzewelle des Jahres 2021 bringt, ist der Hochsommer im Südwesten Europas ins Stocken geraten. Ein Gewittertief hat sich über Spanien gebildet und bringt in der zunehmend schwülen Luft auch ein ansteigendes Gewitter- und Unwetterrisiko. Und bei uns in Deutschland wird es ziemlich ähnlich sein. RTL-Meteorologe Björn Alexander hat die Wetterentwicklung für uns im Blick.

Oben im Video: Hitzeschlacht wird angerichtet – Saharaluft auf dem Weg zu uns.

Unwetter in Europa: Wie ist die Lage?

RTL-Meteorologe Björn Alexander: „Nachdem es gestern in Teilen Frankreichs und Spaniens nochmals Spitzentemperaturen von 35 bis 38 Grad gab, entluden sich insbesondere im Westen und Nordwesten der Iberischen Halbinsel teils kräftige Sommergewitter. Und auch heute und morgen sorgt das Gewittertief für ein erhöhtes Unwetterpotenzial in Nordspanien und Südwestfrankreich.”

RTL-Meteorologe Björn Alexander hat die Unwetterlage im Visier

Das Bild zeigt unseren Wetterexperten - Den RTL-Meteorologen Björn Alexander
RTL-Meteorologe Björn Alexander © wetter.de

Mit welchen Gefahren müssen die Menschen rechnen?

Da hat Meteorologe Alexander keine guten Neuigkeiten: „Vor allem großer Hagel und Sturmböen können im Umfeld der blitzintensiven Gewitter für Schäden sorgen. Aber auch Überflutungen durch Starkregen sind möglich. Und leider wird sich diese unwetterwillige Luft spätestens am Freitag auch bei uns in Deutschland breit machen.”

Unwettergefahr: Erst Spanien und Frankreich, dann Deutschland

Schwere Gewitter kommen auf Deutschland zu.
Blitze und schwere Gewitter beschäftigen uns in Deutschland ab Freitag © imago images/Gottfried Czepluch, Gottfried Czepluch via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wie wird sich die Unwettersituation in Deutschland einwickeln?

„Nach aktuellem Stand sind am Donnerstagabend, wenn sich die Hitze ihrem ersten Höhepunkt nähert, im Westen stellenweise erste Hitzegewitter drin. Die Details sind leider noch unsicher. Aber aus der Erfahrung können auch die punktuell schon kräftig ausfallen. Hier lohnt es sich also, unser Radar im Blick zu haben. Anschließend wird die Luft von Westen generell schwüler und damit werden die Gewitter häufiger und intensiver. Das gilt am Freitag insbesondere im Westen, also von der Nordsee über das Ems- und Münsterland sowie den Niederrhein bis herunter an den Schwarzwald und die Alpen. Am Samstag sehen die Wettercomputer derzeit eine kleinere, unwetteraktive Zone im Nordosten, bevor am Sonntag die nächste, größere Unwetterlage folgen dürfte”, erklärt unser Wetter-Experte weiter.

Das Gewitterrisiko am Freitag

Die Graphik zeigt die Prognose des Gewitterrisikos am Freitag, 18.06.2021. Vor allem im Westen kann es kräftig krachen.
Das Gewitterrisiko am Freitag, 18.06.2021 (Stand der Vorhersage: 15.06.2021) © wetter.de

Wo wird der Schwerpunkt der Unwetter am Sonntag liegen?

„Tendenziell sehen die Wettermodelle wieder den Westen in Fokus, während die Hitze im Osten bei 35 Grad und mehr noch recht ungestört bleiben sollte. Am Montag, dem kalendarischen Sommeranfang, kippt dann auch im Osten das Wetter. Erst schwüle Hitze, dann Unwetter und anschließend wird es ruhiger”, sagt Alexander.

Hier der Unwetter-Fahrplan für Deutschland im Überblick

Zuerst passiert noch nichts, da wir bis einschließlich Donnerstag den Hitzehammer der trockenen Art bekommen. Anschließend ändert sich folgendes:

  • Freitag drohen im Westen teils heftige Gewitter
  • Die Gefahren sind - aus heutiger Sicht - blitzintensive Gewitter mit Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen
  • Samstag müssen Sie im Nordosten mit Gewittern rechnen
  • Am Sonntag wird die Lage dann im Westen erneut brenzlich
  • Montag breiten sich die Gewitter ostwärts aus
  • Zum Dienstag sind die große Hitze und die Unwetter wahrscheinlich durch
  • Für diese Tage gilt: Bleiben Sie mit unserem Radar immer auf dem Laufenden

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(bal/kfb)