Sommer, Sonne - und Hitzeschlacht in der Wohnung

Die eigenen vier Wände vor Hitze schützen: Die besten Tricks, die sofort helfen!

Ventilator gegen Hitze im Dachgeschoss
Im Dachgeschoss ist die Hitze im Sommer teilweise unerträglich - diese Tipps helfen © IHAR ULASHCHYK (IHAR ULASHCHYK (Photographer) - [None]

Wenn die Temperaturen im der Wohnung unerträglich sind, helfen diese Tipps

Was für eine Hitze! Das Thermometer zeigt 30 Grad und mehr. Da kann die eigene Wohnung ganz schnell zur Gluthölle werden. Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Kreislauf- und Konzentrationsprobleme können die Folge der hohen Temperaturen sein. Nicht nur in einer Dachgeschosswohnung, auch in darunter liegenden Wohnungen kann der heiße Sommer eine Belastung für Mensch, Tier und Pflanzen sein. Unsere Tipps helfen, die tropischen Tage und Nächte erträglicher zu machen.

Hitze in der Dachgeschosswohnung: Was hilft?

Gerade eine Dachgeschosswohnung heizt sich viel schneller auf, da die Sonne direkt aufs Dach und durch die schrägen Fenster scheint. Die warme Luft staut sich unter dem Dach und kann nur schwer wieder entweichen. Dazu kommt, dass vor allem Dachgeschosswohnungen in Altbauten oft schlecht gedämmt sind. Aber es gibt einiges, was Sie gegen die Hitze tun können, auch in Wohnungen die unterhalb des Dachgeschosses liegen. Der Klassiker ist natürlich die Klimaanlage (die besten Geräte wurden zuletzt von Stiftung Warentest gecheckt). Doch es funktioniert auch ohne sie, wie unsere Tipps zeigen.

» Was mobile Klimageräte taugen

Den Verdunstungseffekt nutzen, um Raumtemperatur zu senken

Egal, ob Dachgeschosswohnung oder nicht: Am besten halten Sie ihre eigenen vier Wände kühl, indem Sie die Wärme erst gar nicht in die Wohnung hinein lassen. Schließen Sie – ab Temperaturen von etwa 25°C - die Fenster, lassen Sie die Rolladen herunter oder ziehen Sie die Vorhänge zu und lüften Sie erst, wenn es wieder kühler ist – zum Beispiel nachts oder früh morgens. Wenn Sie die Möglichkeit haben, für Durchzug zu sorgen – umso besser.

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Kurz vor dem Lüften hängen Sie ein feuchtes Baumwolltuch oder Bettlaken über Stühle oder die Gardinenstange. Beim Trocknen der Tücher wird der Raumluft Wärme entzogen und Sie haben durch die Verdunstungskälte eine einfache DIY-Klimaanlage gebaut. Stülpen Sie nasse Socken über die Füße oder setzen Sie sich eine feuchte Strickmütze auf den Kopf, denn beides hilft ebenfalls durch den Verdunstungseffekt, den erhitzten Körper zu kühlen.

Im Sommer geht nichts ohne Sonnenschutz an den Fenstern

Rollos und Jalousien in hellen Farben reflektieren die Hitze nach draußen und halten so die Wohnung automatisch kühler als dunkler Sonnenschutz am Fenster. Je besser das Material die Sonne reflektiert, desto weniger heizen sich die Räume auf. Besonders effizient sind Textilien und Jalousien mit hoch reflektierender, metallischer Außenseite.

Sie können auch eine selbstklebende Sonnenschutz-Folie* 🛒 am Fenster anbringen, die die UV-Strahlung reflektiert. In der Regel sind die Folien selbsthaftend oder sie haben kleine Saugnäpfe und können ganz leicht angebracht werden. Auch ein starkes oder dickes Stück Pappe hilft schon bei der Isolation. Schneiden Sie dieses in der Größe des Fensters zu und kleben Sie die Pappe am Rahmen fest.

Klimaanlagen bringen kühle Luft

Mobile Klimageräte (sogenannte Monoblöcke) sind in der Lage, eine aufgeheizte Wohnung etwas herunter zu kühlen. Die aus der Luft aufgenommene Wärme gelangt durch einen Abluftschlauch nach draußen. Hängen Sie den Schlauch einfach aus dem gekippten Fenster und verschließen Sie das Ganze mit einer speziellen Textildichtung. Monoblock-Klimageräte ohne Schlauch heißen Luftkühler oder Aircooler* 🛒. Diese sind mobil einsetzbar und benötigen lediglich einen Stromanschluss. Während sich Luftkühler besonders für kleine Wohnungen eignen, sind Monoblock-Klimageräte genau das richtige für große Räume.

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Schon mal von Split-Klimaanlagen gehört?

Die Raumtemperatur merklich senken, kann man mit sogenannten Split-Klimaanlagen*. Sie kühlen effizient und lassen sich für Hausbesitzer trotzdem relativ einfach nachrüsten. Die Geräte bestehen aus einem Außen- und einem Innenteil und müssen im Gegensatz zu den mobilen Klimaanlagen fest in einem Raum installiert werden. Dadurch wird allerdings ein Eingriff in die Bausubstanz notwendig. Sprechen Sie vorher mit Ihrem Vermieter! Eventuell übernimmt er sogar die Finanzierung.

Weniger ist bei Hitze mehr

Dicke Teppiche haben im Sommer Hausverbot – sie sollten in der heißen Jahreszeit entfernt werden. Im Winter sorgen sie durch ihre Dämmfähigkeit für Wärme. Im Sommer hingegen sind die unter den Teppichen liegenden Fußböden ideal dafür geeignet, Wärmeenergie aus der Luft zu speichern und so für eine kühlere Umgebung zu sorgen.


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Nehmen Sie Fernseher, Computer, Ladegeräte und Lampen so oft wie möglich vom Strom, denn viele elektronische Geräte erzeugen Wärme, selbst im Stand-By Modus. Am besten, Sie gönnen bei Gluthitze auch Backofen, Herd, Wäschetrockner und Spülmaschine eine Auszeit. Wenn Sie die Möglichkeit haben, grillen Sie draußen auf dem Balkon oder im Garten, hängen Sie Ihre Wäsche raus oder trocknen Sie Ihr Geschirr an der Luft.

Eisfach und Badewanne können beim Kühlen helfen

Legen Sie ihre Nachtwäsche, ihr Bettlaken und/oder ihre Bettwäsche in einer Kunststofftüte ins Eisfach. Vor dem Schlafengehen, das gekühlte Nachthemd oder den Schlafanzug überziehen und ins kühle Bett schlüpfen. Die Kälte erfrischt angenehm und hilft dem Körper, die Temperatur zu senken, bis man eingeschlafen ist. Gerne auch lauwarm duschen – so weiten sich die Poren der Haut und können Temperatur und Feuchtigkeit am besten ausgleichen. Weitere Tipps für eine kühle Nacht im Sommer lesen Sie hier. 

Kaltes Wasser in der Badewanne hält das Bad kühl. Es bleibt umso kühler, je voller die Wanne ist. Lassen Sie das Wasser laufen, bis es richtig kalt ist. Dann erst drücken Sie den Stöpsel runter, denn auch das Wasser in den Leitungen heizt sich bei hohen Außentemperaturen auf. Mit Eiswürfeln gefüllte Schüsseln und Teller in den Räumen sorgen ebenfalls für Abkühlung in Ihrer Wohnung.

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