Millionen Menschen ohne Strom und Heizung

Historischer Wintersturm sorgt für lebensbedrohliche Lage

Warnungen vor extremen Winter- und Eisstürmen

In Nordamerika haben extreme Winterbedingungen für massive Probleme gesorgt. Der Polarwirbel hat sich weit nach Süden ausgedehnt und damit ist der Winter mit aller Macht über weite Teile des Kontinents vorangekommen. Zwischenzeitlich galten für über 150 Millionen US-Bürger Warnungen vor Winter- und Eisstürmen. Das erklärte der Amerikanische Wetterdienst am Montag. Die Wetterbedingungen sind extrem.

Machen Sie sich selbst ein Bild mit unseren Wetterkarten und Vorhersagen für die USA und Nordamerika.

Millionen Menschen zittern vor Eiseskälte

Der Blick auf die Wetterkarten in den USA und Kanada war zuletzt wirklich extrem. Die Temperaturen bewegten sich von Kanada über die breite Mitte der USA bis runter nach Texas im zweistelligen Minusbereich. In Zentrum der polaren Kaltluftmasse verbreitet -20 bis -30 Grad. Selbst im eigentlich eher sonnen- und wärmeverwöhnten Houston in Texas waren es bitterkalte -10 Grad. Hier finden Sie mehr zum Wetter in Houston.

Historischer Wintereinbruch trifft Teile der USA sehr hart

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Ein "historischer" Wintersturm tobt in den Vereinigten Staaten. © picture alliance / AP Photo, Robert F. Bukaty

Sibirisch: Gefühlt bis -45 Grad

Durch den bitterkalten und teilweise lebhaften bis stürmischen Wind lagen die gefühlten Temperaturen, der sogenannte Windchill, sogar vielerorts bei -25 bis -40 Grad. Stellenweise waren es sogar um die -45 Grad. Außerdem führte der Wind zu Schneeverwehungen.

Notstand in mindestens sieben Bundesstaaten.

Blizzard in New York
"Dieser Wintersturm wird gefährlich, bleiben Sie zu Hause, wenn Sie es können", warnte der Bürgermeister von New York. © imago images/VCG, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

In mindestens sieben Bundesstaaten wurde am Montag der Wetternotstand verkündet. Es drohen massive Stromausfälle, die Millionen von Menschen betreffen. Darunter beispielsweise Oklahoma, Texas und Kansas.

Winter trifft die Menschen hart: Millionen Menschen ohne Strom und Heizung

Millionen Menschen traf und trifft die arktische Polarluft sehr hart – ja sogar lebensbedrohlich. Denn sie haben weder Strom noch Heizung. Die Straßen sind wie leer gefegt und der Verkehr ist zum Erliegen gekommen. So sind unter anderem auch viele Flughäfen geschlossen. Das außergewöhnlich eisige Winterwetter hat unter anderem im US-Bundesstaat Texas für flächendeckenden Stromausfällen gesorgt. Am Montagabend Ortszeit steig die Zahl der Haushalte ohne Stromversorgung auf knapp 4,4 Millionen an.

Im Video: Der Polarwirbel schickt den Eiswinter bis nach Texas

Polar Vortex bringt krasse Wetterkontraste

Der Polarwirbel (Polar Vortex) tritt weit in den Süden der USA aus. Aber auf der anderen Seite, also auf der Vorderseite der massiven Kaltluftblase, wird noch warme Luft nordwärts gedrückt. Das betrifft zwar nur noch den äußersten Südosten der USA. Aber es sind schon enorme Wetterkontraste, die sich jetzt auftun. In Florida ist es am wärmsten mit durchaus sommertauglichen Spitzentemperaturen von 25 bis 28 Grad.

Winterwetter lässt die Ölpreise steigen

Die Ölpreise legten zum Wochenbeginn weiter zu und erreichten die höchsten Werte seit über einem Jahr. So stieg am Montag der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 1,35 Dollar auf 60,82 Dollar. Im Handel wird hierbei auch auf die kalte Witterung in wichtigen Industriestaaten verwiesen: So habe unter anderem der extreme Kälteeinbruch in den USA die Förderung, den Transport und die Verarbeitung von Rohöl zu Treibstoffen behindert.

Unsere Wettertrends und Langfristprognosen

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-Themen haben, so können wir Ihnen den 7-Tage-Wettertrend ans Herz legen mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht brauchen Sie aber auch unsere Langfristprognose von ECMWF und NOAA.

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