Hinweise auf Störung des Polarwirbels: Droht uns ein heftiger Wintereinbruch?

Hinweise auf Störung des Polarwirbels: Droht uns ein heftiger Wintereinbruch?
Derzeit deutet sich eine ordentliche Stratosphärenerwärmung an. Diese könnte den Polarwirbel stören, was wiederum einen heftigen Wintereinbruch bei uns zur Folge haben könnte. © dpa, Mike Mccleary

Im neuen Jahr wird es spannend in Sachen Wintereinbruch - es bahnt sich nämlich eine Umstellung der Großwetterlage an. Mit Folgen. Bereits seit einiger Zeit berechnen die Wettercomputer eine sprunghafte und deutliche Erwärmung in der Stratosphäre. In diesen Höhen von über 20 Kilometern findet eigentlich gar kein Wetter statt. Aber diese Erwärmung hat dennoch gravierende Auswirkungen auf das Wettergeschehen am Boden. 

Polarwirbelstörung kann heftigen Wintereinbruch bedeuten

​Warum? Weil eine solche Stratosphärenerwärmung häufig zu einer Störung des Polarwirbels führt. Und das ist wiederum eine Situation, die bei uns in Mitteleuropa einen nachhaltigen Wintereinbruch bringen kann. 

Letztmalig war das so im Februar 2018. Der war deutschlandweit betrachtet über 2 Grad zu kalt. Und auch der nachfolgende März war noch deutlich zu kalt. Selbst am 1. April-Wochenende 2018 lag noch flächendeckend Schnee. Danach startete dann der Turbo-Sommer. 

In Sibirien ist es derzeit lausig kalt - eine gute Voraussetzung

Sicher ist der Wintereinbruch aber nicht: Einerseits müssen erst einmal die Prognosen in der höheren Atmosphäre wirklich zustande kommen. Andererseits muss sich das am Boden auch genauso auswirken, dass sich bei uns eine winterlich-kalte Strömung aus Ost bis Nordost ausbildet. Fakt ist aber: Über Sibirien herrscht derzeit tiefster Winter, zum Teil mit Temperaturen unter minus 40 Grad. Und sollte sich eine entsprechende Wetterlage einstellen, dann könnte es auch bei uns sehr schnell ziemlich winterlich werden.

Das würde schlussendlich auch ganz gut passen. Im Januar und Februar ist klimatologisch gesehen nämlich Hochwinter.