Heuschreckenplage bedroht Millionen Menschen

Im Video: RTL-Reporterin erfährt Plage am eigenen Leib

Heuschrecke gegen Mensch – in Ostafrika aktuell Realität. Millionen Wüstenheuschrecken belagern in Äthiopien, Kenia, Somalia, Uganda und Südsudan die Felder, fressen die Ernte und sorgen damit bei 13 Millionen Menschen für Ernteeinbußen und Hunger. Seit Monaten ziehen die gelben Biester schwarmweise über ostafrikanische Landstriche und bedrohen die Ernten der Bewohner. Warum neben der Ernte auch die Ausbildungen der Kinder bedroht sind, verrät unsere Reporterin Nicole Macheroux Denault im Video. Sie hat mit Betroffenen vor Ort gesprochen.

Afrikaner sind ratlos

Die Bewohner versuchen mit einfachen Mitteln, die Plagegeister zu vertreiben. Sie schreien, sie trommeln auf Blechen, sie schlagen um sich. Aber es nützt kaum etwas, denn die Heuschrecken sind in der Überzahl und verteilen sich überall. Die riesigen Heuschreckenschwärme fressen innerhalb weniger Stunden ganze Landstriche kahl. 100.000 Hektar Land sind schätzungsweise allein in Äthiopien, Kenia und Somaliland betroffen. Vor allem für Viehhirten ist das ein enormes Problem. Sie haben kaum noch Futter für ihre Tiere, die damit zu verenden drohen. Kleinbauern sorgen sich um ihre Ernten.

Nothilfe für betroffene Gegenden

In den Regionen, die schon Ernteeinbußen verzeichnet haben, haben Organisationen Nothilfe geleistet, wie die Aktion Deutschland Hilft mitteilt. Die Welthungerhilfe hat als ersten Schritt 500.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt und bittet im selben Zug um Spenden. Denn die Soforthilfe ist nur der erste Schritt, die Menschen brauchen weiterhin Saatgut und Futter.