Heuschrecken-Plage auf Sardinien: „Es handelt sich um echten Notfall“

Heuschreckenplage auf Sardinien
Heuschreckenplage auf Sardinien 00:23

Berichte von „biblischem Ausmaß“ übertrieben

Millionen Heuschrecken haben die italienische Urlaubsinsel Sardinien heimgesucht. Bis zu 2.000 Hektar (20 Quadratkilometer) seien in der Region Nuoro im Landesinneren befallen, so der Bauernverband Coldiretti. Es handle sich um einen „echten Notfall“ - aber Berichte von einem „biblischen Ausmaß“ seien übertrieben.

Keine Touristen betroffen

 „Es gibt Zonen, in denen man auf einem Teppich aus Heuschrecken geht.“ Der Schaden gehe in die Millionenhöhe. Die Heuschrecken dringen in Bauernhäuser ein und zerstören Weideland. Rund 20 Agrarbetriebe seien betroffen, Touristen dagegen nicht, sagte ein Sprecher des Verbandes.

Ignazio Floris von der Universität Sassari erklärte laut Nachrichtenagentur AGI, es sei bereits der Höhepunkt des Phänomens erreicht. „Es ist ausgeschlossen, dass es zu so einer schlimmen Invasion wie vor den 40er Jahre kommt, als Hunderttausende Hektar befallen waren.“ 

Grund für die Invasion sind nach Angaben von Experten unter anderem Wetterbedingungen und die Tatsache, dass Land nicht kultiviert wird. Dann legen die Insekten dort ihre Eier ab. Das Umpflügen könne gegen eine Ausbreitung helfen, so der Bauernverband.