Heizzeit naht

Nachtfrost schon am Wochenende?

von Oliver Scheel

Wenn eines klar ist, dann dass selbst dieser Rekordsommer 2022 sein Ende findet. Es sieht nun ganz eindeutig so aus, als würde der Dienstag ein vorerst letztes Mal sommerlichen Glanz über Deutschland legen. Danach werden die Regentiefs über unser Leben bestimmen und es wird peu a peu ein bisschen kühler. Zum Wochenende könnte es sogar weiße Berggipfel geben – die Schneefallgrenze wird wohl auf etwa 1.500 Meter sinken. Und während wir uns mit 15 Grad anfreunden müssen, bleibt das Thermometer in den Mittelgebirgen bald schon im einstelligen Bereich hängen. Was heißt das? Das heißt, dass Deutschland die ersten Heizungen anwerfen wird. Die Heizperiode 2022/23 sitzt in den Startlöchern – genau wie der Herbst.

Oben im Video: Ab wann bleibt in Deutschland für gewöhnlich der erste Schnee liegen?

Schnee: Deutschlands höchste Berge haben endlich wieder einen weßien Zuckerhut

Extrem heiß und mächtig trocken: Das war der Rekordsommer 2022

Jetzt kommt der nasse Temperatursturz

Was erwartet uns? Kurz gesagt ein echter Temperatursturz von mindestens 10 Grad: In Köln rauchen die Werte im Laufe der Woche von 25 auf 14 Grad runter, in Freiburg von 27 auf 14 Grad und in Hamburg von 22 auf 11. Das werden wir also spüren.

Zudem wird es in der Mitte ab Dienstag nass und nur der Süden bekommt am Mittwoch noch eine sommerliche Schonfrist. Dann aber geht es auch dort bergab mit den Temperaturen. Und zwar recht eindrucksvoll und wohl auch für längere Zeit. Die Weichen stehen auf Herbst. Es wird wechselhaft und kühl. Und wir können noch mehr anbieten: Denn das Schauerwetter geht weiter, die Schneefallgrenze sinkt in der herannahenden Kaltluft polaren Ursprungs und somit wird das Wochenende sehr ungemütlich. Besonders in den Mittelgebirgen. Dementsprechend wird die Nullgradgrenze in den Alpen locker erreicht. Und am Wochenende ist wohl auch im Erzgebirge und den Höhen von Schwarzwald und Rhön erster Frost drin.

Es wird also in den ersten Wohnzimmern des Landes die Heizung angeworfen werden.

Heizperiode geht bald los: Was sagt die 42-Tage-Prognose?

Regen setzt sich fest - September könnte zu nass werden

Regen am Donnerstag
Der Regen wird nun zum Dauergast. Es könnte sehr gut sein, dass der September ein zu nasser Monat wird.

Und es wird ziemlich deutlich, dass sich die Temperaturen so schnell nicht erholen und der Regen erstmal ein stetiger Begleiter werden wird. Somit könnte der September der erste Monat seit Februar werden, der wieder überdurchschnittlich viel Regen bringt. Das würde unseren Talsperren und den trockenen Böden enorm helfen.

Aber keine Angst: Das alles heißt jetzt nicht, dass wir durchgehend bis April im Pullover in unseren kalten Wohnungen hocken müssen, es ist ja schließlich kalendarisch noch Sommer und die Hoffnung auf einen Altweibersommer bleibt natürlich bestehen.

Auch ein goldener Oktober bleibt möglich

Die Grafik zeigt die Tiefstwerte für den Sonntag, 18.09.2022
Die Nächte werden am Wochenende kalt bis frostig.

So wie die Wettermodelle es derzeit berechnen, könnte sich gegen Mitte kommender Woche die Sonne noch einmal durchsetzen und angenehme 20 Grad bringen. Auch ein goldener Oktober bleibt absolut möglich. Fest steht nur: Der Sommer geht zur Neige und die nächste Woche hat es sowohl temperaturtechnisch als auch mit Regen ordentlich in sich.

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(bal, oha)