Herbst-Rückblick 2013: Hitzerekorde, aber keine Sonne!

Herbst-Wetter 2013
Der Herbst 2013 war der dritte etwas zu warme Herbst in Folge. Es war zwar nass, aber nur selten sonnig. © dpa, Martin Gerten

Anfangs sehr warm, Ende November frühwinterlich kalt

Die Sonne ließ sich im Herbst 2013 leider immer nur für wenige Tage blicken, im Sommer sah das ja noch ganz anders aus. Der klassische 'Altweibersommer' blieb aber trotzdem aus. Meist war das Wetter sehr wechselhaft. Auffällig waren der frühe und heftige Wintereinbruch am 11. Oktober in den Alpen und dem Alpenvorland, auch Herbst-Orkan "Christian", der schon am 28. Oktober vor allem an der Nordseeküste tobte, hat die Sturmsaison früher als gewöhnlich eröffnet.

Mit 9,5 Grad war der Herbst 2013 um 0,7 Grad wärmer im Vergleich zur international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Somit hatten wir dieses Jahr den dritten, etwas zu warmen Herbst in Folge (hier zählt der meteorologischen Herbstbeginn am 1. September) . Die höchste Temperatur wurde am 5. September in Geilenkirchen bei Aachen mit 34,0 Grad gemessen. So warm war es dort im Herbst seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie. Am folgenden Tag gab es im Westen Deutschlands neue Temperatur-Rekorde, darunter in Duisburg mit 33,4, Düsseldorf mit 32,9, Köln mit 32,8 und Essen mit 31,7 Grad. Die tiefste Temperatur des Herbstes wurde im bayerischen Reit im Winkl gemessen. Dort waren es am 28. November bei geschlossener Schneedecke minus 15,9 Grad.

Insgesamt zu nass – erster Schnee im Süden schon im Oktober

Die Niederschlagmenge übertraf im Herbst 2013 mit etwa 230 Litern pro Quadratmeter das Soll von 183 Litern ziemlich deutlich. Abgesehen von wenigen Ausnahmen, wie im Südosten, war es in Deutschland überall zu nass. Die höchsten Niederschlagswerte wurden in den Alpen, im Schwarzwald und im Saarland gemessen. Sogar, die sonst eher trockenen Gebiete waren viel zu nass. Ende November bildete sich in den Alpen und in den Mittelgebirgen sogar eine geschlossene Schneedecke.

Die Sonnenscheindauer blieb hierzulande im Herbst mit etwa 270 Stunden deutlich unter ihrem Soll von 311 Stunden. Am längsten schien die Sonne in diesem Herbst im Norden Deutschlands. In den letzten beiden Jahren war der Herbst jedoch deutlich sonniger.

Quelle: Deutscher Wetterdienst