Helmkasuare: Gigantische Vögel in Australien

Eine Stadt voller eigenartiger Vögel

Australien verbindet man in Gedanken gerne mit Tieren wie dem Emu, dem Känguru und den Koalabär. Von einem Helmkasuar hat aber kaum einer je gehört, dabei richtet sich eine ganze Stadt nach diesen Vögeln.

Helmkasuar Cassuary
Den Menschen wird geraten, einen großen Bogen um diese Tiere zu machen. © Kathrin Pleiss

Wer sich im Norden Australiens aufhält, genauer im tropischen Queensland in der Stadt Mission Beach, der sollte beim Autofahren immer damit rechnen, dass ihm einer dieser besonderen Vögel auf der Straße begegnet. Gemeint sind keine Vögel in der Größe eines Spatz, einer Amsel oder einer Möwe, nein, es sind Tiere, die bis zu 1,7 Meter groß und 70 Kilogramm wiegen können: Helmkasuare. Ihre dreizehigen Füße besitzen scharfe Krallen; die dolchartige innere Kralle wird bis zu 12 Zentimeter lang. Die Riesenvögel können eine Geschwindigkeit bis zu 50 km/h erreichen und bis 1,5 Meter hoch springen. Außerdem sind Helmkasuare gute Schwimmer. Und sie rennen überall herum.

Australien hat in den letzten Jahrzehnten enorm viel Regenwald abgeholzt, so dass der Lebensraum der zweitgrößten lebenden Vögel Australiens immer weiter geschrumpft ist. Hundert der noch etwa 2.000 existierenden Helmkasuare leben rund um die Stadt Mission Beach. Die Bewohner lieben sie trotz ihrer beeindruckenden Größe und nicht zu unterschätzenden Gefahr für Leib und Leben wie ihre Haustiere.

Große Warnschilder machen Autofahrer auf die Wildtiere aufmerksam, anstatt Kängurus sind Helmkasuare aufgedruckt. Sie warnen vor jedem Hügel und vor jeder Kurve vor der Gefahr, einem der bunten Tiere zu begegnen. Trotzdem werden jedes Jahr einige der Tiere angefahren.