Heftige Unwetter in Teilen Bayerns - ein Toter

Ein Toter, überflutete Straßen und Keller: Wieder haben Unwetter im Süden Deutschlands gewütet. Besonders betroffen waren Niederbayern und Südbayern. Ein Mann ist in Garmisch-Partenkirchen vom Fluss Partnach mitgerissen worden und gestorben. Rettungskräfte hatten zuvor mehrere Stunden nach dem 52-Jährigen in dem reißenden Fluss gesucht. Auch in Baden-Württemberg wurden Straßen und Keller überschwemmt.

In München schon über 100 Liter gefallen

12.06.2018, Bayern, Rettenberg: Nach starken Regenfällen fließen Wassermassen über eine Straße im Ortsteil Kranzegg. Zimmer von mehreren Wohnhäusern seien in Rettenberg im Oberallgäu durch Wassermassen beschädigt worden, teilte die Polizei mit. (zu d
Überschwemmungen gab es nicht nur in Rettenberg (Oberallgäu). © dpa, Benjamin Liss, vge

Innerhalb von 24 Stunden sind alleine im Raum München rund 100 Liter auf den Quadratmeter gefallen! Auch sonst sind im südlichen Bayern und Baden-Württemberg 40 bis 90 Liter gefallen.

Heute geht es mit dem Dauerregen weiter. An und in den Alpen bleibt es heute grau und es fällt teils intensiver Dauerregen, der mitunter mit Gewittern durchsetzt ist und zu Überflutungen führen kann. Seit Beginn des Regens gestern bis morgen früh sind stellenweise bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter möglich.

Autos in Niederbayern weggespült

In Niederbayern waren die Feuerwehren in der Nacht zum Mittwoch im Dauereinsatz. Wie die Polizei am Morgen mitteilte, kam es zu 60 Einsätzen. Straßen waren überschwemmt und vorübergehend gesperrt. Autos wurden weggespült, Keller geflutet und Bäume umgestürzt. Besonders betroffen waren die Stadt sowie der Landkreis Landshut und der Großraum Bayerischer Wald.

In Mauth im Osten des Freistaats habe die Gefahr bestanden, dass ein komplettes Sägewerk weggeschwemmt wird. Die Feuerwehr musste sich am Abend zurückziehen. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen keine.

In Baden-Württemberg traf es am Dienstagabend vor allem die Gemeinde Waldachtal. Wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte, rückten Feuerwehrleute zu Dutzenden Einsätzen aus. Heftiger Regen setzte einen Supermarkt komplett unter Wasser.

Krasse Fluten gab es auch in unserem Nachbarland Österreich in Neukirchen

Unwetter wüten in Österreich - ein Toter und Stromausfälle

Heftige Unwetter haben auch in Österreich für Verwüstungen gesorgt und Stromausfälle ausgelöst. Am Mittwochvormittag waren noch rund 1.000 Haushalte ohne Strom. Im Bundesland Steiermark rückten 1.500 Feuerwehrleute aus, um unter anderem überflutete Keller auszupumpen und umgestürzte Bäume zu entfernen. In Graz kam ein 26-Jähriger ums Leben. Er wurde von einem Baum erschlagen.