Heftige Gewitter treffen Westen und Süden Deutschlands: Musikfestival abgebrochen

So zogen die Gewitter über uns hinweg

Erst die Hitze, dann das Donnerwetter: Über dem Westen und Süden Deutschlands haben bis in den Mittwochabend hinein heftige Gewitter getobt. Allein in Köln rückte die Feuerwehr zu rund 550 Einsätzen aus. In Dortmund kam eine 51-jährige Frau ums Leben, weil sie von einem umstürzenden Baum getroffen wurde.

Keller voll - Bäume stürzen um - Kirmes geschlossen - Festival abgebrochen

Straßen waren überflutet, Keller standen unter Wasser, im Flug- und Bahnverkehr kam es zu Verspätungen. In Baden-Württemberg wurde ein Musikfestival mit Tausenden Besuchern wegen eines starken Gewitters abgebrochen. Auch über Hessen fegten Gewitter hinweg. In Köln standen viele Unterführungen und Straßenzüge unter Wasser. Zahlreiche Autos blieben liegen. In einer Tiefgarage stand das Wasser 1,50 Meter hoch. Die Kölner Feuerwehr hatte rund 350 Kräfte im Einsatz. Im Hauptbahnhof lief Wasser in Teile der Bahnhofshalle. Am Abend beruhigte sich die Lage wieder. Am Flughafen Köln/Bonn wurde der Flugbetrieb für 90 Minuten unterbrochen.

Video: Besonders in Köln wurden die Straßen von den kräftigen Unwettern geflutet.

Auf der Bahnstrecke von Bonn in Richtung Koblenz stürzte ein Baum auf die Oberleitung. Die Folge waren Zugausfälle und Verspätungen. Die Düsseldorfer Rheinkirmes, die zu den vier größten Volksfesten in Deutschland zählt, wurde nach einer Unwetterwarnung für etwa zwei Stunden unterbrochen. Gegen 17.45 Uhr wurde das Kirmesgelände wieder geöffnet.

In Dortmund musste die Feuerwehr zu etlichen vollgelaufenen Kellern und umgestürzten Bäumen ausrücken. In Mönchengladbach wurde ein Radfahrer von einem Baum schwer verletzt, der beim Sturm abgebrochen war. In Baden-Württemberg fand ein Musikfestival mit Tausenden Besuchern am Mittwochabend ein vorzeitiges Ende. Wind und Regen waren so heftig, dass etwa 3.200 Festivalgäste die Karlsbastion auf dem Hohentwiel nahe Singen verlassen mussten.

Die Unwetter sind auch heute unterwegs

Heute früh greifen erneut kräftige Gewitter auf den Westen Deutschlands über, dort besteht erhöhte Unwettergefahr, vor allem durch heftigen Starkregen. In den übrigen Landesteilen kommt es nur vereinzelt zu Gewittern.

Tagsüber kommt es zunächst vor allem im Westen und in der Mitte, später dann im Norden, im Osten und im Süden zu teils starken Gewittern. Die größte Unwettergefahr besteht vor allem im Norden und Osten, wobei lokal mit heftigem Starkregen und vereinzelt mit größerem Hagel gerechnet werden muss. 

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