Haustiere im Winter: So schützen Sie Ihren Liebling bei Eiseskälte

Auch Haustiere benötigen Schutz vor Kälte

Die meisten Haustiere sind auf den kalten Winter gut vorbereitet. Die Natur hat den Tieren bereits viele Eigenschaften mitgegeben, mit denen sie auf den Frost bestens eingestellt sind. Allerdings gibt es ein paar wichtige Kleinigkeiten zu beachten, damit Haustiere wie Hunde, Katzen, Hasen, Kaninchen und auch Fische den Winter gesund überstehen. Wie Wildtiere im Zoo und Vögel gut durch den Winter kommen, sehen Sie im Video.

Hunde brauchen im Winter viel Bewegung

Hund im Schnee
Spezielle Hundepullis halten Hunde warm. © dpa, Oliver Berg

Hunde sind längst nicht solche Stubenhocker wie wir. Im Gegenteil: Sie lieben es, durch die freie Wildbahn zu toben. Mit ihrem Fell sind sie meist bestens gerüstet für Kälte und Frost. Wer einen Hund ohne oder mit nur sehr kurzem Fell hat, bekommt im Tierhandel spezielle Hundepullover* oder auch Hundejacken* zum Drüberziehen. Dem Tierschutzbund zufolge ist diese Art der Schutzkleidung aber eher etwas für kranke oder schwache Tiere - oder eben Hunde mit extrem wenig und kurzem Fell.

Normale Hunde frieren dagegen erst dann richtig, wenn sie sich nicht mehr bewegen können. Gerade im Winter sollten Frauchen und Herrchen ein Einsehen haben und den Hund richtig laufen lassen. Wenn sich der Hund länger hinsetzt, steigt die Gefahr von Blasen- und Nierenentzündungen. Deshalb sollten Sie Ihren Hund im Winter auch nicht gedankenlos irgendwo anbinden, um etwas zu erledigen.

Zittert der Hund draußen, sollte der Spaziergang sofort abgebrochen werden. Alte Regel: Bei sehr niedrigen Temperaturen sollten Hunde lieber mehrmals täglich kurz ausgeführt werden als einen langen Spaziergang zu machen.

Nach einem Winterspaziergang die Pfoten reinigen

hund im schnee
Manche Hunde lieben es, im Schnee zu schnüffeln.

Wenn der Hund im Winter gerne ein Bad nimmt und gerne in eine Pfütze oder einen Weiher springt, sollte er danach im Freien in Bewegung bleiben. Sonst droht eine Unterkühlung, die wie beim Menschen lebensgefährlich sein kann. Vorsicht auch bei Glatteis. Wenn die Straßen glatt sind, dann können auch Hunde schnell ausrutschen und sich verletzen.

Im Schnee zu schnüffeln macht Hunden viel Spaß. Aber Sie sollten darauf achten, dass Ihr Hund ihn nicht frisst. Die Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger, Schadstoffe oder Streusalz können zu Erbrechen, Durchfall bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen. Langhaarhunden sollten Sie das Fell zwischen den Zehen mit einer Krallenschere* kürzen, damit sich dort keine Eiskristalle verfangen und die Pfote verletzen.

Nach einem Spaziergang sollten Hundehalter Schneematsch oder Eisklumpen sowie Streusalz an den Hundepfoten mit lauwarmem Wasser abwaschen und die Pfoten anschließend gründlich trocknen. Eine spezielle Winterernährung für Hunde gibt es nicht. Weder Hunde noch Katzen brauchen in der Regel zusätzliche Vitamine, auch keine Grippeimpfungen.

Katzen haben im Winter ein dickeres Fell

Katze im Schnee
Auch Katzen spielen gerne im Schnee. © picture-alliance/ dpa, epa Shaun Fellows

Wenn Sie Ihre Katzen im Sommer vor die Tür lassen, dann brauchen sie auch in der kalten Jahreszeit ihren Auslauf. Katzen haben von Natur aus ein dickes Fell, das ist im Winter meistens dicker als im Sommer. Die Tiere sind bei kalten Temperaturen dann besser geschützt. Die Katze den ganzen Tag draußen auszusperren ist nicht günstig, weil die Katzen selber entscheiden wollen, wie lange sie draußen bleiben. Wenn sie frieren, kommen sie von selbst wieder rein. Es ist wichtig, für die Katze einen offenen Zugang nach draußen zu schaffen, zum Beispiel durch eine Katzenklappe in der Tür. 

Wer in einer Mietwohnung ohne Garten oder Balkon lebt, dessen Katze ist für gewöhnlich kaum draußen. Sie erkältet sich leichter und ist auf nasskalte Witterung wenig vorbereitet. Wenn man sie mit nach draußen nimmt, sollte ihr Aufenthalt im Freien etwas kürzer ausfallen. Oder man packt das Tier in einen Pullover für Katzen*.

Katzen sind übrigens nicht gefeit gegen ganz normalen Schnupfen, wie wir Menschen ihn auch bekommen - das gibt manchmal eine große Nieserei! Gegen den so genannten Katzenschnupfen können die Schnurrer aber geimpft werden.

Hasen und Kaninchen brauchen es gemütlich

Kaninchen im Schnee
Kaninchen mögen es im Winter kuschelig. © dpa, Jörg Carstensen

Hasen kann man im Winter durchaus draußen lassen, wenn die Temperaturen nicht kälter als null Grad sind. Aber auf keinen Fall im Käfig, da wird es viel zu kalt. Sie brauchen einen geschützten Stall mit viel trockenem Stroh, eine Art Mini-Haus für den Hasen. Allerdings ist es wichtig, dass der Boden und Innenraum nicht feucht werden.

Kaninchen können auch über den Winter draußen bleiben. Die Tiere sollten dann bereits schon seit Sommer oder Anfang Herbst draußen leben, gesund sein und mindestens einen Partner zum Warmkuscheln haben. Das ist wichtig. Der Stall sollte nicht zugig und am besten mit Stroh ausgepolstert sein. Gerade im Winter ist Bewegung auch wichtig, um den Kreislauf in Schwung zu halten. Ein Auslaufgehege* ist für Hase und Kaninchen ebenfalls sinnvoll, so können sich die Tiere ausreichend bewegen. Auf eine regelmäßige Wasserzufuhr zum Trinken achten. Achtung: Wasserbehälter frieren im Winter oft ein.

Fische fallen in Winterstarre

Kois sehen schön aus - haben aber auch recht hohe Ansprüche in Sachen Wasserqualität und Pflege. Foto: FLH/Ulli Gerlach
Auch Kois können in einen Winterschlaf fallen. Die Wassertemperatur sollte dabei unter acht Grad liegen - aber auf keinen Fall unter vier Grad sinken. © DPA

Halten Sie Fische in einem Außenteich, dann aufgepasst! Bei Kälte senken Fische ihren Stoffwechsel ab – das spart ihnen viel Energie. Der Sauerstoff, der sich am Grund des Wassers angereichert hat, reicht aus, um zu überleben. Bei eisigen Temperaturen fallen Fische in eine energiesparende Winterstarre, dann bewegen sie sich so gut wie gar nicht und essen auch nichts.

Ihr Teich sollte aber natürlich nicht zufrieren. Im Zweifel erkundigen Sie sich in der Zoohandlung, bis zu wieviel Grad Wassertemperatur Ihre Fische lebensfähig sind.

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