Feldhase liebt es warm und trocken

Gute Nachrichten zu Ostern: Immer mehr Feldhasen in Deutschland

Ostern kann kommen! An Hasen mangelt es nicht

Das sind doch mal gute Nachrichten, die uns rechtzeitig vor Ostern erreichen. Die Kinder müssen nicht bangen, dass die Osternester leer bleiben, denn der Bestand der Feldhasen in Deutschland wächst. Auch wenn der Klimawandel für Natur, Mensch und Tier generell ein riesiges Problem darstellt, so gehören die Feldhasen zu den wenigen Arten, die davon profitieren, dass Deutschland wärmer und trockener wird.

Der Osterhase kann kommen: So wird das Wetter an Ostern

Ein trockener Frühling erhöht die Chancen für die Junghasen

Nur die langen Ohren eines Feldhasen ragen aus einem Getreidefeld im Oderbruch nahe Neuranft (Brandenburg).
Charakteristische für Feldhasen sind die langen Löffel. © dpa, Patrick Pleul

Bundesweit wurden nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes 14 Feldhasen im Schnitt pro Quadratkilometer auf Äckern, Wiesen und Wäldern gezählt - das sind etwa zwei Hasen mehr als noch bei der vergangenen Hasen-Zählung 2019. Naturschützer gehen davon aus, dass zwischen zwei und drei Millionen Feldhasen in Deutschland leben.

Die ersten Junghasen erblicken bereits im Februar das Licht der Welt. Wenn es von Februar bis Mai besonders trocken und nicht zu kalt ist, haben die Jungtiere gute Aussichten, den Sommer zu überleben.

Wenn es nasskalt ist, erfrieren sie

Hasen mögen also keinen Regen und kein nasses Fell. Dazu bringt ein scharfer kalter Wind oft eine hohe Sterblichkeitsrate bei den Junghasen. Denn anders als Kaninchen, die in einem schützenden Bau unter der Erde leben, legen sich Feldhasen in sogenannte Sassen, kleinere Mulden, auf Feldern. So sind sie der Witterung ausgesetzt.

Das warme und trockene Wetter der vergangenen Jahre kam der Feldhasen-Population zugute: "Das mag der Hase. Feldhasen leben eben nicht in Höhlen wie das Kaninchen, sondern die Jungen leben draußen auf der offenen Wiese, und wenn es dann nasskalt ist, erfrieren sie."

Häsinnen feiern Hochzeit mit mehreren Männern

Ein Feldhase läuft über ein Feld.
Den Feldhasen in Deutschland geht es besser. © deutsche presse agentur

"Häsinnen sind sehr fruchtbar, sie bekommen drei bis viermal im Jahr Junge, bis zu sechs an der Zahl jeweils. Und Häsinnen sind nicht besonders treu. Das heißt, sie feiern dann hintereinander mit mehreren Männern Hochzeit und haben dann in einem Wurf Kinder von mehreren Vätern. Das ist sehr gut für die genetische Vielfalt und deswegen auch für den Arterhalt", sagt Torsten Reinwald, Biologe beim Deutschen Jagdverband.

Doch nicht nur nasskaltes Wetter bedeutet für die Hasen den Tod, sondern auch Monokulturen und zu große Felder. Im Innern dieser Riesenäcker gibt es keinen Lebensraum für Feldhasen. Besonders Maisfelder meidet der Feldhase. Weil aber der biologische Landbau langsam in Fahrt kommt und zudem mehr Bauern Blühstreifen stehen lassen, sind die Lebensbedingungen für Feldhasen besser geworden. Dennoch stehen sie weiterhin auf der Roten Liste der bedrohten Arten.

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