Eisbrocken so groß wie die Fläche von Paris haben sich gelöst

Grönlands größter Gletscher verliert dramatisch an Fläche

Gletscher Nioghalvfjerdsfjorden in Grönland.
Diese von der Europäischen Weltraumorganisation ESA herausgegebenen Bilder zeigen das geschätzt 110 Quadratkilometer große Stück der Eisdecke Grönlands, das von dem Gletscher Nioghalvfjerdsfjorden abgebrochen ist. © European Space Agency/European Space Agency/AP/dpa

Forscher: „Wir sollten besorgt sein“

Was für ein Brocken! Erneut ist ein riesiges Stück Eis vom größten Gletscher Grönlands abgebrochen, mit 50 Quadratkilometern etwa so groß wie die Fläche Manhattans.  Das zeigen Aufnahmen des Geologischen Forschungsinstituts für Dänemark und Grönland (GEUS). „Wir sollten besorgt sein“, sagten dänische Forscher laut der Zeitung.

„Temperaturen in der Arktis steigen schneller als der globale Durchschnitt“

In der GEUS-Mittelung heißt es, in den vergangenen beiden Jahren seien Gletscherstücke von 113 Quadratkilometer abgebrochen – das ist mehr als Fläche der französischen Hauptstadt Paris. Es sei ungewöhnlich, dass sich derart große Teil eines Gletschers lösen würden, so die Forscher.

Zum Vergleich: In den vergangenen beiden Jahren gingen jeweils mehr als 50 Quadratkilometer Fläche verloren. Im gesamten Untersuchungszeitraum seit 1999 waren es 160 Quadratkilometer.

Für die Experten ein klares Indiz für die steigende Erderwärmung. „Die Temperaturen in der Arktis steigen schneller als der globale Durchschnitt“, so Forscher Niels J. Korsgaard.