Grönland: Die Insel aus Eis brennt

Grönland, das ist Eis, Eis und nochmal Eis. Weniger als 20 Prozent der zu Dänemark gehörenden Insel sind eisfrei. Wie soll es dort brennen? Großflächige Brände gibt es immer wieder in den heißen Regionen Kaliforniens, Australiens oder Portugals. Im polaren und subpolaren Klima erwartet man das wohl eher nicht. Und doch!

Torffeuer sind schwierig zu löschen

Im Westen Grönlands versuchen die Behörden, einen großflächigen Brand unter Kontrolle zu bekommen. Das Feuer war vor einer Woche auf der Nassuttooq-Halbinsel ausgebrochen und hat mittlerweile mehr als zwölf Quadratkilometer Vegetation zerstört. Die Küstengebiete Grönlands sind meist grasbewachsene Torflandschaften. Torffeuer sind sehr schwierig zu löschen, da das Feuer im Boden ständig neue Nahrung findet. Die bis zu 1,2 Kilometer hohen Rauchwolken sind auf Satellitenbildern gut zu sehen.

Feuer auf Grönland
Brände in Grönland: Die Satellitenaufnahme zeigt deutlich die Rauchwolken. © dpa, -, fgj

Brandursache unbekannt

Es bestehe keine direkte Gefahr für Mensch und Tier. Wegen der vorangehenden großen Trockenheit seien die meisten Tiere abgewandert, so die Behörden.  Menschen sind ohnehin rar. Die Großkommune Qaasuitsup, in der das Feuer brennt, hat eine Größe von etwa 600.000 Quadratkilometern und umfasst große Teile von Nordwest-Grönland - zählt aber nur etwa 17.200 Einwohner.  Die Brandursache war zunächst nicht bekannt.