Chaos nach Sturm am Mittelmeer

Griechenland von schweren Unwettern getroffen

Sturm und Regen in Athen verwandeln die Stadt in ein Chaos

Ein schwerer Herbststurm hat in Griechenland ein Menschenleben gefordert und zu erheblichen Schäden und Verkehrsproblemen geführt. Vor allem die Touristeninsel Hydra vor Athen wurde am Freitagmorgen von heftigen Regenfällen heimgesucht. In den engen Gassen der Insel ergossen sich reißende Ströme. "Nur durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Alles wurde weggespült".

Regen in Athen
Athens Straßen sehen aus wie reißende Flüsse.

Bereits am Vortag hatte ein schwerer Sturm im Raum Athen das Leben eines Mannes gefordert. Der 50-jährige Mann im Vorort Menidi wurde in einem Auto von Unmengen von Wasser und Schlamm überrascht und ertrank. Eine Frau wird noch vermisst. In vielen Teilen der Stadt fiel stundenlang das Telefonnetz und das Internet aus. Die Feuerwehr musste in Hunderten Fällen ausrücken, um Wasser aus überschwemmten Häusern und Lagerhallen zu pumpen. Dutzende Bäume stürzten um.

Ein dreistöckiges unbewohntes Haus stürzte ein, als riesige Wassermengen die Fundamente wegspülten. Auch von der Halbinsel Peloponnes und anderen Regionen Südgriechenlands wurden Schäden gemeldet. Auf vielen Hauptstraßen entstanden riesige Staus. In Griechenland kommt es fast jedes Jahr nach den heißen Sommermonaten zu ähnlichen Herbststürmen. In den vergangenen Tagen herrschten im Land Temperaturen über 26 Grad Celsius und hohe Luftfeuchtigkeit von mehr als 90 Prozent.