Gewitter und starke Regenfälle haben eine beliebte Urlaubsregion verwüstet

Griechenland: Überschwemmungen nach Unwettern

09.08.2020, Griechenland, Evia Island: Zwei Autos sind von einem Sturm ineinander geschoben worden. Schlamm und Geröll umgeben die Fahrzeuge. Wärmegewitter mit schweren Regenfällen haben mindestens sieben Menschen in Griechenland das Leben gekostet.
Überschwemmungen in Griechenland. © dpa, Marios Lolos, kay

Heftige Gewitter und starker Regen in Griechenland

Wärmegewitter mit schweren Regenfällen haben am frühen Sonntagmorgen mindestens sieben Menschen in Griechenland das Leben gekostet. Die Opfer sind nach Angaben des Zivilschutzes ein Kleinkind und sechs Erwachsene. Eine zunächst als vermisst gemeldete Frau wurde gesund gefunden.

Überschwemmungen in Griechenland: „Sogar mit Traktoren kann man nicht vorankommen“

Hunderte Einwohner seien wegen der Überschwemmungen auf die Dächer ihrer Häuser gestiegen, um sich zu retten, berichtete der staatliche Rundfunk (ERT). Die Lage sei „dramatisch“, so der Bürgermeister des am schwersten getroffenen Gebiets Messapia auf der Insel Euböa, Giorgos Psathas.

In dieser Region verbringen Tausende Athener den Sommerurlaub in ihren Ferienhäusern. „Zahlreiche Straßen sind weggespült worden. Sogar mit Traktoren kann man nicht vorankommen“, sagte ein Einwohner der Ortschaft Vasiliko dem griechischen Nachrichtensender Skai. Mehrere Autos seien vom reißenden Wasser ins Meer gespült worden. Hubschrauber und Rettungsmannschaften seien eingesetzt worden, um die Menschen in Sicherheit zu bringen, teilten die Behörden mit.

Mediterranes Wetter

Das schlimmste ist vorbei. An der nördlichen Grenze kann es noch einzelne Gewitter geben, aber insgesamt bringt das Wetter in Griechenland in den nächsten Tagen viel Sonnenschein und heiße Temperaturen.

09.08.2020, Griechenland, Evia Island: Eine Anwohnerin reagiert beim Anblick der Schäden, die Schlamm und Geröll in ihrem Haus angerichtet haben, emotional. Wärmegewitter mit schweren Regenfällen haben mindestens sieben Menschen in Griechenland das L
09.08.2020, Griechenland, Evia Island: Eine Anwohnerin betrachtet die Schäden, die Schlamm und Geröll in ihrem Haus angerichtet haben. © dpa, Marios Lolos, kay

Jemen: Mehr als 130 Tote bei schwerem Regen und Überschwemmungen

In Vorderasien haben Unwetter noch katastrophalere Schäden ausgelöst: Im Jemen haben Regenfälle und Überschwemmungen zu lebensgefährlichen Fluten mit mehr als 130 Toten geführt. Mindestens 120 weitere seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte das von den Huthi-Rebellen kontrollierte Gesundheitsministerium am Sonntag mit.

Außerdem hätten die Wassermassen mehr als 200 Häuser und andere Gebäude komplett oder teilweise zerstört.

Der Jemen ist eines der ärmsten Länder der Welt. 80 Prozent der rund 28 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zudem leidet die Bevölkerung unter dem jahrelangen Bürgerkrieg. Lebensmittel und Wasser sind knapp, die medizinische Versorgung ist sehr schlecht.

07.08.2020, Jemen, Sanaa: Ein Kind blickt auf einen überschwemmten Vergnügungspark. Im Bürgerkriegsland Jemen waren erneut Hunderte Familien von schweren Regenfälle und Überschwemmungen betroffen. Foto: Mohammed Mohammed/XinHua/dpa +++ dpa-Bildfunk +
07.08.2020, Jemen, Sanaa: Ein Kind blickt auf einen überschwemmten Vergnügungspark. © dpa, Mohammed Mohammed, esz fgj

Flutwasser reißt Haus in Panama mit sich

In Mittelamerika gibt es Unwettermeldungen aus Panama: Elf Mitglieder einer Familie sind bei einer Überschwemmung ums Leben gekommen. Die Fluten des nach starkem Regen übergetretenen Flusses Bejuco rissen am Sonntag ihr Haus im karibischen Küstenort Calovébora mit sich, wie die Zivilschutzbehörde des mittelamerikanischen Landes mitteilte. Unter den Opfern waren demnach neun Minderjährige. Es werde nach weiteren Betroffenen gesucht - zunächst war von 13 Vermissten, die im Schlaf von den Fluten überrascht worden seien, die Rede gewesen. Staatspräsident Laurentino Cortizo drückte auf Twitter sein Beileid aus.

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