Sturm, Hitze, Überschwemmungen schutzlos ausgeliefert

Globaler Klima-Risiko-Index 2021: Wetter-Katastrophen treffen besonders die ärmsten Länder

Der neue Globale Klima-Risiko-Index 2021 zeigt: Die armen Länder sind besonders betroffen von Wetterextremen.
Die Schäden durch Wirbelsturm IDAI kurz vor der Erntezeit im März 2019 waren verheerend. Im Klima-Risiko-Index stehen Mozambik und Simbabwe auf den ersten beiden Plätzen. © imago images / Xinhua, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Germanwatch zählt Todesopfer und wirtschaftliche Schäden

In den reichen Ländern wird der Klimawandel produziert, die armen müssen ihn ausbaden. 2019 waren Mosambik, Simbabwe und die Bahamas am stärksten von Extremwetter betroffen. Das zeigt der Globale Klima-Risiko-Index (KRI) von Germanwatch. Überschwemmungen, Stürme und Hitzewellen und andere Wetter-Katastrophen treffen demnach besonders Entwicklungsländer, weil sie den Auswirkungen oft schutzlos ausgeliefert sind. Viele Hunderte Todesopfer und massive wirtschaftliche Schäden sind oft die Folge.

Wirbelsturm IDAI forderte 1.000 Menschenleben

Im März 2019 traf der heftige tropische Wirbelsturm IDAI auf Mosambik, Simbabwe und Malawi und verursachte in allen drei Ländern katastrophale Schäden und eine humanitäre Krise. IDAI wurde schnell zum tödlichsten und teuersten tropischen Wirbelsturm im südwestlichen Indischen Ozean und verursachte wirtschaftliche Schäden in Höhe von 2,2 Milliarden US-Dollar. Insgesamt waren von dem Wirbelsturm drei Millionen Menschen betroffen und über 1.000 Todesopfer zu beklagen.

Hurrikan DORIAN wütete auf den Bahamas

Hurrikan DORIAN traf im September 2019 als Hurrikan der Kategorie 5 auf die Bahamas – der stärkste jemals aufgezeichnete Hurrikan, der den Inselstaat traf. DORIAN erreichte anhaltende Windgeschwindigkeiten von 300 Kilometern pro Stunde und verursachte schwere Regenfälle. 74 Menschen wurden getötet. Insgesamt verursachte der Hurrikan Schäden in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar und zerstörte oder beschädigte 13.000 Häuser

Die  Bahamas belegen  Platz 3 im Klima-Risiko-Index 20121 von Germanwatch.
Komplett verwüstet: Eine Siedlung auf den Bahamas, nachdem Wirbelsturm DORIAN durchgezogen war. Die Bahamas landeten auf Platz 3 des Klima-Risiko-Index 20121. © AP, Ramon Espinosa, RE

Der Globale Klima-Risiko-Index für 2019 – die zehn am meisten betroffenen Länder

  1. Mosambik
  2. Simbabwe
  3. Bahamas
  4. Japan
  5. Malawi
  6. Afghanistan
  7. Indien
  8. Südsudan
  9. Niger
  10. Bolivien

Wirbelstürme sind am teuersten und tödlichsten

Stürme und ihre direkten Auswirkungen – Niederschläge, Überschwemmungen und Erdrutsche – zählten zu den Hauptursachen für Verluste und Schäden in 2019. Von den zehn am stärksten betroffenen Ländern im Jahr 2019 waren sechs von tropischen Wirbelstürmen betroffen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse besagen, dass die Anzahl schwerer tropischer Wirbelstürme mit jedem Zehntelgrad Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur zunehmen wird.

Als Datenbasis dient die weltweit anerkannte Datenbank NatCatSERVICE der MunichRE, unter Einbezug weiterer demographischer (Bevölkerungszahl) und wirtschaftlicher Daten (Bruttoinlandsprodukt) des Internationalen Währungsfonds.

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