Besorgniserregende Studie

Globale Erwärmung auch ohne El Niño?

Globale Auswirkungen

Symbolbild für Erderwärmung, ein vertrockneter Ast steckt in kahlem Boden unter glühender Sonne im Gegenlicht Gluthitze *** Symbol image for global warming, a dried up branch is stuck in bare ground under glowing sun in backlight glowing heat
Symbolbild für Erderwärmung ein vertrockneter Ast steckt in kahlem Boden unter glühender Sonne im G

Eine neue Studie der World Meteorological Organization (WMO) macht darauf aufmerksam, dass die überdurchschnittlichen Temperaturen auf Meer und Land auch bis Ende des Jahres weiter anhalten werden. Das ist insofern beunruhigend, als das 2019 der so genannte El Niño-Effekt ausgeblieben ist.

Was ist ein El Niño Ereignis?

El Niño ist ein natürlich vorkommendes Phänomen im Pazifik, welches schwankende Meerestemperaturen sowie eine Veränderung der Atmosphäre mit sich bringt. Damit verbunden sind starke Regenfälle, Überschwemmungen und Dürren. Das Phänomen des El Niño (zu deutsch: Christkind) hat darüber hinaus weitreichende Folgen auf die Temperaturen des gesamten Globus.

Doch in diesem Jahr gab es so gut wie keinen El Niño und somit sollte der wärmende Einfluss auf die globalen Temperaturen kaum messbar sein. Trotzdem gab es in diesem Jahr den heißesten Juli seit Messbeginn. Nach den aktuellen Prognosen der WMO sollen nun die durchschnittlichen Meeresoberflächen- und Landtemperaturen in weiten Teilen der Welt auch von September bis November über dem Normalwert liegen.

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Was passiert in der Zukunft?

Die Abbildung zeigt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von El Nino, La Nina und neutralen Bedingungen.
Die Abbildung zeigt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von El Nino, La Nina und neutralen Bedingungen.

Die Chance, dass ein El Niño Ereignis zwischen September und November auftritt, liegt laut WMO bei etwa 30 Prozent. Ein La Niña Ereignis ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent ziemlich unwahrscheinlich. La Niña ist genau das entgegengesetzte Phänomen zu El Niño. Fallen beide Phänomene aus, spricht man von einer "Neutralität".

Die Experten deuten daraus, dass die steigenden Klimaextreme, die nun auftreten, menschlichen Ursprungs sind. „Das Signal des vom Menschen verursachten Klimawandels ist stärker als das einer großen natürlichen Kraft der Natur", sagte Maxx Dilley, WMO-Direktor der Abteilung für Klimaanpassung und Vorhersage.