Nie mehr machtlos gegen tödliche Asteroiden

DART-Absturz löst Freude aus: Erfolgreicher Test für die Abwehr von Planetenkillern

von Karim Belbachir

Es war einer der äußerst seltenen Momente, bei denen sich die Wissenschaftler der NASA über den Absturz und die Zerstörung eines ihrer Flugobjekte freuen. Als die DART-Raumsonde erfolgreich mit dem Asteroiden-Mond Dimorphos zusammen gestoßen ist, brach tosender Jubel im John-Hopkins Applied-Physics-Laboratory aus, doch die Arbeit beginnt jetzt erst.

Im Video: Gezielter DART-Absturz löst Freude bei der NASA aus

Letztes vollständiges Bild aus 12 Kilometern Entfernung

DRACO nimmt ein Bild von der Oberfläche Dimorphos aus 12 Kilometern Entfernung auf
Dieses Bild nach die Bordkamera, DRACO, etwa 2 Sekunden vor dem Absturz in einer Höhe von etwa 12 Kilometern auf.

Ein weiterer historischer Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Verteidigung unseres Planeten ist vollbracht. Die Mission DART (Double Asteroid Redirection Test) hatte zum Ziel die Auswirkungen der Kollision eines menschengemachten Objekts mit einem Asteroiden zu untersuchen. Auf längere Sicht soll herausgefunden werden, ob sich mögliche Planetenkiller mit Kurs auf die Erde von ihrem Kurs abgebracht werden können.

Die NASA übertrug die Bilder vom Absturz live. Das letzte Bild, dass die Bordkamera, DRACO, übertrug zeigte Felsbrocken auf dem 160 Meter großen Asteroiden Dimorphos bevor es schwarz wurde beziehungsweise rot. Es wurde etwa eine Sekunde vor dem Aufprall aus etwa 12 Kilometern Entfernung gesendet.

Ziel: Umlaufbahn des Asteroiden zu verändern

September 26, 2022, Huntsville, AL, United States of America: An artists illustration depicting the NASA Double Asteroid Redirection Test - DART spacecraft prior to impact at the Didymos binary asteroid system. DART is expected to impact the asteroid
Diese Illustration der NASA zeigt die DART-Sonde auf ihrem Weg zu ihrem Ziel Dimorphos.

Die eigentliche Arbeit beginnt allerdings erst jetzt, denn nun folgen die Auswertungen der Mission. Die Flugbahn muss neu vermessen werden, um feststellen zu können, ob sie sich wirklich geändert hat. Erwartet wird, dass der Weltraumbrocken seine Flugbahn um den Asteroiden Didymos um etwa 1 Prozent verkürzen wird. Das wären etwa 10 Minuten.

Es ist der bisher erste Test dieser Art. „Im Kern stellt DART einen beispiellosen Erfolg für die planetare Verteidigung dar, aber es ist auch eine Mission der Einheit mit einem echten Nutzen für die gesamte Menschheit“, sagte NASA-Chef Bill Nelson. Doch bereits jetzt freut sich die NASA über die Tatsache, dass es möglich ist ein Raumsonde gezielt mit einem Asteroiden kollidieren zu lassen. Keine einfache Aufgabe im luftleeren Raum bei einer Geschwindigkeit von mehr als 22.000 Kilometern pro Stunde.

Nicht mehr machtlos gegen tödliche Asteroiden

„Der Erfolg von DART ist eine bedeutende Ergänzung des Werkzeugkastens, den wir brauchen, um die Erde vor einem verheerenden Einschlag eines Asteroiden zu schützen“, sagte Lindley Johnson, vom Planetary Defense Office der NASA. „Dies zeigt, dass wir nicht länger machtlos sind, um solche Naturkatastrophen zu verhindern.“ So sind die Jubelstürme im John-Hopkins-Applied-Physics-Laboratory in Laurel/Maryland nachvollziehbar.

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(kfb)