Starkregen, Überschwemmungen, Tornado-Verdacht

Gewittertief XERO: Totales Chaos nach extremem Unwetter

Unwetter halten Einsatzkräfte auf Trab

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat massiver Starkregen Straßen, Unterführungen und Häuser unter Wasser gesetzt. In einigen Städten in NRW herrscht regelrechtes Chaos.Auch in Süddeutschland hat der Starkregen für dramatische Zustände gesorgt. Windböen von über 100 Stundenkilometer erledigen den Rest und knicken Baumstämme wie Streichhölzer. In Brandenburg wurde sogar ein Tornado-Verdachtsfall gemeldet.

Die schlimmen Ausmaße der Fluten sehen Sie oben im Video!

So geht es mit den Unwettern weiter

Starkregen versetzt ganze Stadt in Ausnahmezustand

Alleine in Krefeld in Nordrhein Westfalen sorgten über 2000 Notrufe für über 600 Einsätze in der Stadt. Der Feuerwehrnotruf bricht aufgrund der Vielzahl der Anrufe zusammen. Autos stranden in den Fluten, die Feuerwehr muss die Menschen aus ihren Fahrzeugen retten. Alle Ampelanlagen und auch alle Laternen sind im kompletten Stadtgebiet ausgefallen. Der anhaltende Starkregen sorgte für chaotische Zustände in der ganzen Stadt.

LESE-TIPP: Was gestern noch passierte

Supermarktdecke kann dem Starkregen nicht standhalten

Mitarbeiter und Kunden kommen nicht zu Schaden, als der Starkregen in einem Essener Supermarkt der Firma Lidl eindringt und die Decke teilweise einstürzen lässt. Aus noch ungeklärten Gründen hat sich der Regen seinen Weg durch das Dach gesucht, bis das Dach das Gewicht nicht mehr halten kann. Teile der Abdeckung stürzen in den Markt.

Bayern: Starkregen und Unwetter

Auch in Süddeutschland haben heftige Unwetter für Unruhe gesorgt. In Landshut fielen zwischen 18 und 19 Uhr 58,3 Liter pro Quadratmeter Regen. Das hat die Kanalisation nicht mehr geschafft. Straßen und Keller stehen unter Wasser. Sturzbäche gehen nieder. Zahlreiche Bäume stürzen um. Bei der Landshuter Feuerwehr gingen mehr als 600 Notrufe ein, wie ein Sprecher der Integrierten Leitstelle am Dienstagabend erklärte. Berichte über verletzte Personen gab es aus ganz Bayern zunächst nicht.

Im Südwesten von Baden-Württemberg entwickelte sich am Dienstag ein Unwettersystem, das rasch nordostwärts zog. Im Gepäck hatte es dabei neben kräftigem Regen besonders Sturmböen bis über Tempo 110. Im Kreis Göppingen wurden dadurch zahlreiche Bäume entwurzelt und stürzten um. Bei Wangen landeten mehrere Bäume auf einer Ortsverbindungsstraße in Richtung Schorndorf.

Schwere Gewitter in Niedersachsen

Nachdem bis zu 112 Liter pro Quadratmeter in nur sechs Stunden an Niederschlag gefallen ist, steht in Niedersachsen eine halbe Ortschaft im Wasser. Bis zu einem halben Meter hoch steht das Wasser. Ein solches Ausmaß haben die Einsatzkräfte in Wittmund, Landkreis Wittmund noch nicht gesehen.

Tornado-Verdacht in Brandenburg

Auch in Brandenburg sind die Unwetter angekommen und haben ihre Spuren hinterlassen. Am Dienstagabend soll in der Ortschaft Wensickendorf im Landkreis Oberhavel in knapp zehn Minuten sogar ein Tornado getobt haben. Innerhalb kürzester Zeit knickten Bäume ab oder wurden komplett entwurzelt. Einige fallen auf Straßen, aber auch ein Haus wird durch einen stürzenden Baum beschädigt. Die Feuerwehr hat mit Sägearbeiten alle Hände voll zu tun, um die Bäume wieder zu beseitigen. Verletzt ist zum Glück niemand, Sachschäden gibt es dagegen viele.

Wie es mit den Unwettern weitergeht

Auch heute sind weiterhin Unwetter mit Starkregen und Überflutungsgefahr unterwegs. Im Wetterbericht lesen Sie mehr dazu.

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(avo)