Gewitter und Regen breiten sich ostwärts aus

Werden nass erwischt: Schwarzwald bis Erzgebirge

Das außergewöhnliche Sommerwetter geht nun überall zu Ende, denn die Tiefdruckgebiete "Sander", "Theodor" und "Uli" bringen uns deutlich kühlere und feuchte Atlantikluft. 

Heute breiten sich von Westen kommend Schauer und Gewitter ostwärts aus und beenden auch dort die sommerlichen Temperaturen und den Endlos-Sonnenschein. Morgens schüttet und gewittert es bereits im Schwarzwald und in der Schwäbischen Alb kräftig, später dann auch im Alpenraum. Dort erwartet uns ein Temperatursturz um mehr als 15 Grad!

​Ab dem Nachmittag drohen den östlichen Mittelgebirgen (Erzgebirge, Thüringer Wald, Fichtelgebirge) sowie dem Bayerischen Wald unwetterartige Gewitter mit Hagel, Platzregen und Sturmböen. Zuvor ist es im Osten schön sonnig und die Luft heizt sich auf 23 bis 27 oder 28 Grad auf. Sonst erreichen wir kalte 9 Grad im Dauerregen im Süden und 19 Grad im Rheinland, wo es schon morgens wieder freudlicher wird.

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Umgestürzte Bäume und Zugausfälle

​​Schon am Mittwoch hatte es ordentlich gekracht und geschüttet. Am Nachmittag und Abend zogen heftige Unwetter mit orkanartigen Böen, Regengüssen und Tausenden von Blitzen über die Westhälfte von Deutschland. Teilweise wurden über 11.000 Blitze in einer Stunde gezählt. Dazu gab es Windböen bis zu Windstärke 11, also über 100 km/h. Die Spitzenwerte betrugen 113 km/h in Weinbiet, 106 km/h in Würzburg, 98 km/h in Düsseldorf, 96 km/h in Gießen und 94 km/h in Frankfurt. ​Und Regen fiel natürlich auch. Bis zu 20 Liter innerhalb von einer Stunde, bis zu 40 Liter innerhalb von 6 Stunden. Zahlreiche Keller liefen voll, einige Bäume stürzten um und Hunderte Feuerwehreinsätze wurden registriert.

Sturm und Dürre in Deutschland
Sturm und Dürre in Deutschland Unwetter bringen endlich Regen 01:02

Das ist mal Regen, über den sich wohl fast alle freuen. Aber sicher ist auch: Für den Ausgleich des Regendefizits in diesem Frühjahr werden die Regenmengen nicht reichen.