Gewitter, Starkregen, Hochwasser: Wann ist endlich ein Ende in Sicht?

Sturmtief bringt Regen und Wind
Sturmtief bringt Regen und Wind Der Strömungsfilm für 5 Tage 00:40

Tief "Friederike" zieht sich ganz langsam zurück

Schon seit über einer Woche, seit Fronleichnam am 26. Mai, beschäftigt uns eine ungewöhnlich lang andauernde Unwetterlage. Tief Mitteleuropa nennt sich die Großwetterlage, die die schweren Unwetter und Überflutungen der vergangenen Tage verursacht hat. Ausmaß und Andauer des Wettergeschehens sind absolut ungewöhnlich. Nur alle 100 Jahre fällt so viel Regen in kurzer Zeit wie beispielsweise in den betroffenen baden-württembergischen Orten, wo am vergangenen Sonntag mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter in weniger als sechs Stunden niedergingen. Und so geht es weiter:

Die Wetterlage über Deutschland
Hoch "Tobias" gewinnt bald an Einfluss

Tief "Friederike" zieht sich nur ganz langsam Richtung Südwesten zurück. So bestimmen im Bereich schwacher Luftdruckgegensätze nach wie vor feuchte Luftmassen das Wettergeschehen im Süden und Westen Deutschlands.

Am Sonntag kommt mit Hoch "Tobias" von Nordwesten her trockenere Luft zu uns, die sich vor allem in der Nordosthälfte durchsetzt. In der Mitte und im Süden Deutschlands drohen weitere Gewitter mit Starkregen und Hagel - es besteht erneut Unwettergefahr.

Endlich durchatmen! Am Montag setzt sich "Tobias" in weiten Teilen Deutschlands durch, und beschert uns eine deutlich ruhigere Wetterlage als bisher. Nur im Süden bleiben die feuchten Luftmassen erhalten – dort gibt es nochmals Gewitter, lokal noch mit Starkregen - wahrscheinlich aber nicht mehr unwetterartig.

Aber länge hält diese Ruhe wohl nicht an: Nach einigen Lösungen der Wettermodelle (auch nach der von wetter.de) kann es danach wieder mit der Gewittertätigkeit weitergehen, andere setzen jedoch eher auf das Prinzip Hoffnung, verstärken den Hochdruckeinfluss und beenden somit mehr oder weniger die Tiefdruckvorherrschaft.