Gefährlicher Hurrikan "Florence" nimmt Kurs auf die USA

Hurrikan: US-Küste ist in Alarmbereitschaft
Hurrikan: US-Küste ist in Alarmbereitschaft Hurrikan "Florence" soll am Donnerstag das Festland treffen 00:55

Amerikaner in Alarmbereitschaft: Große Evakuierung in South Carolina angeordnet

In den USA ist Hurrikan-Saison und aktuell steuert Hurrikan "Florence" auf die US-Südostküste zu. Am Donnerstagabend unserer Zeit wird der extrem gefährliche Wirbelsturm voraussichtlich das Land erreichen. Große Evakuierungen wurden angeordnet. Tausende Menschen sollen sich in Sicherheit bringen.

Mächtiger Hurrikan mit Windböen bis 220 km/h

Hurrikan "Florence" hat auf dem Atlantik Kategorie 4 von 5 erreicht und liegt nun 750 Kilometer südöstlich von Bermuda und noch 1.745 Kilometer von Cape Fear in North Carolina entfernt. Am Donnerstagabend unserer Zeit wird "Florence" voraussichtlich die Ostküste der USA treffen und kann sich dabei sogar noch etwas verstärken. Es wird erwartet, dass "Florence" zu einem "extrem gefährlichen" Hurrikan heranwächst.

Neben Sturm und lebensbedrohlichen Sturmfluten stellt sich die US-Küste auf sintflutartigen Regen mit 250 bis 350 Litern pro Quadratmeter und Überschwemmungen ein. 

Hurrikan
Hurrikan "Florence" bewegt sich Richtung USA So zieht der Sturm auf die US-Küste 00:19

Evakuierung der gesamten Küste South Carolinas

Die Behörden von South Carolina ordneten ab Dienstag eine Evakuierung der gesamten Küste des Bundesstaates an. Gouverneur Henry McMaster rechnete damit, dass eine Million Menschen von der Maßnahme betroffen sein könnten. Auch in Teilen von North Carolina und Virginia sollen sich die Bewohner in Sicherheit bringen. Selbst die Marine hat mit ihren Kriegsschiffen die gefährdetsten Häfen verlassen.

Präsident Donald Trump ließ sich vom Heimatschutzministerium und der Katastrophenschutzbehörde "Fema" über die Vorbereitungen informieren. Er rief die Menschen in den gefährdeten Gebieten dazu auf, die nötigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Trump sicherte außerdem die Unterstützung der Bundesregierung zu.

Bereits am Sonntag war in den drei Bundesstaaten vorsichtshalber der Notstand ausgerufen worden. Laut der Nationalgarde von Virginia laufen seit dem Wochenende Notfall-Vorbereitungen.

Auf dem Atlantik ist die Hölle los: Neben "Florence" haben sich "Isaac" und "Helene" gebildet

Über dem Atlantik sind aktuell noch weitere Hurrikans unterwegs. "Isaac" befand sich am Montag dicht unter dem 15. Breitengrad zwischen Afrika und Amerika und erreichte mit Windgeschwindigkeiten von rund 120 Kilometern pro Stunde knapp Hurrikanstärke. Er könnte am Donnerstag über die Kleinen Antillen hinweg in die Karibik ziehen.

Weiter östlich, nahe den Kapverdischen Inseln, wirbelt Hurrikan "Helene" mit 140 Stundenkilometern. "Helene" wird aber bald auf Nordkurs gehen, sich über kälterem Wasser abschwächen und nicht auf Land treffen.