Trödel-Apps statt Flohmarkt

Gebrauchtes online verkaufen: So gibts am meisten Geld!

„Die Superhändler“-Expertin gibt Tipps

Bei vielen dürfte sie im Keller oder in der Ecke stehen: Die Kiste mit Dingen, die nicht mehr gebraucht werden, aber zum Wegwerfen viel zu schade sind. Wer auf den Flohmarkt keine Lust hat, kann mittlerweile zum Glück aus zahlreichen Apps und Websites wählen, um Klamotten, Handys, Bücher und Co. zu Geld zu machen. Aber wie holt man das Meiste aus dem Trödel raus? Johanna Schultz, Expertin aus „Die Superhändler“ verrät’s im Video!

„Ebay Kleinanzeigen“ und „Shpock“: Eine App für alles

Ein Klassiker für Gebrauchtes ist „Ebay Kleinanzeigen“. Auch in der App „Shpock“ lässt sich von Geschirr über den Kinderwagen bis zum Sofa alles Mögliche einstellen - die App zeigt vor allem Angebote in unmittelbarer Nähe an.

Wer sich unsicher ist, wie viel er für seine Sachen verlangen kann, sollte vergleichen: "Wir haben eine Marke und einen Hersteller – und immer wenn wir das haben, ist es leicht, einen Preis zu finden. Weil wir recherchieren können und dann sehen, wie andere Stücke angeboten werden", erklärt Schultz. Die Expertin empfiehlt, so viele Infos wie möglich anzubieten:

  • Alle Produktinformationen
  • Gute Fotos
  • Maße
  • Aussagekräftiger Titel
  • Versandoption: Ja oder nein?
  • Verhandlungsbasis oder Festpreis?

„Je mehr man reinschreibt, umso weniger Hassel hat man hinterher."

„Momox“ und „Rebuy“: Bücher, CDs, Spiele & Co.

Wem Kleinanzeigen oder Auktionen bei Ebay und Co. zu lästig sind, kann es mit Re-Commerce-Portalen wie „Momox“ versuchen. Hier werden gebrauchte Waren zum Festpreis an- und dann teurer wiederverkauft. Das geht zum Beispiel mit CDs, DVDs, Spielen und Büchern. Einfach einscannen, dann schlägt „Momox“ einen Preis vor.

Reichtum ist hier nicht zu erwarten: Oft gibt’s nur ein paar Cent pro Exemplar. Die App ist aber perfekt, wenn man etwa alte Bücher einfach aus dem Weg schaffen will. Das Porto für die Einsendung zahlt „Momox“ – somit hat man wieder mehr Platz und zumindest ein bisschen Taschengeld gewonnen.

Ähnlich funktioniert „Rebuy“. Wie unsere App-Tester feststellten, gibt es hier pro Artikel deutlich mehr Geld, aber: Nicht jeder wird angenommen. Die Anwendung eignet sich also eher für Einzelstücke als das komplette Bücherregal.

„Wer zahlt mehr“: Preise vergleichen

Auf der Suche nach dem besten Kaufangebot kann die App „Wer zahlt mehr“ helfen: Eine Vergleichsplattform, die schnell das Ankaufsportal mit dem besten Preis ermittelt. So können die gebrauchten Schätze auch einfach auf verschiedene Anbieter verteilt werden.

„Kleiderkreisel“ und „Sellpy“: Kleidung, Schuhe, Accessoires

Bei „Kleiderkreisel“ gibt es mehrere Optionen: Steckt noch richtig Wert in Kleidungsstücken, kann man sie zum Verkauf anbieten. Bei Klamotten, die nicht mehr die neuesten sind, nicht mehr passen oder gefallen, führt die Tauschoption vielleicht zum Glück.

Ganz neu in Deutschland ist außerdem die App „Sellpy“. Die Secondhand-Plattform des Textilkonzerns „H&M“ funktioniert nach dem Ankaufsprinzip: Die gebrauchte Kleidung wird kostenlos an die Firma geschickt, dort bewerten Mitarbeiter Qualität und Preis, kümmern sich um Fotos und Beschreibung. Wird das Produkt verkauft, gibt’s einen Anteil am Verkaufspreis – je nach Wert zwischen 40 und 90 Prozent.

Kleiderkreisel oder Sellpy: Wo gibt’s mehr Geld? Das haben wir hier getestet!

Auch Zalando mischt im Geschäft mit gebrauchter Kleidung mit: Auf der Plattform „Zalando Zircle“ sollen die eingeschickten Sachen verkauft werden, im Tausch gibt es eine Gutschrift für den vorherigen Besitzer.

„Flip4new“: Smartphones & Co.

Alte Handys können über Ebay und Amazon verkauft werden – das ist mühsam, bringt aber am meisten Geld. Auktionsmuffel können ihre noch relativ neuen Geräte aber auch zu „Saturn“ bringen. Dort gibt es jetzt den Service „Flip4new“, bei dem nicht mehr ganz nagelneue Geräte und Medien gegen Einkaufsgutscheine eingetauscht werden.

Marc Gerhards von „Saturn“ in Köln erklärt allerdings: „‘Flip4new‘ ist nicht der Service, um den Keller zu entrümpeln. Viele Kunden nutzen das, um Geräte aus der Vorgängergeneration einzutauschen und sich dann die aktuelle Technik zu besorgen.“

Auch wenn das Handy zu alt ist, um noch groß etwas einzubringen, enthält es noch wertvolle Rohstoffe. Wie Sie es richtig recyceln, erklären wir hier!

Quelle: ntv.de/RTL