Checkliste für Hobby-Gärtner

Garten winterfest machen: Die wichtigsten Aufgaben, die Sie im Herbst erledigen sollten

Retired couple Tony and Marie Newton tend to their Four Seasons garden as it bursts into autumnal colour at their home in Walsall, West Midlands.
Leuchten die Blätter im Herbst in allen Farben wird es höchste Zeit den Garten auf den Winter vorzubereiten © picture alliance, empics, Jacob King

So bereiten Sie Ihren Garten auf die kalte Jahreszeit vor

Sind die warmen Sommertage im Garten vorbei, steht im Herbst noch einmal einiges an Arbeit im heimischen Garten an, damit auch im nächsten Jahr wieder alles frisch erblüht.

Hier haben wir alle wichtigen Aufgaben von Rückschnitt, Rasen und Frostschutz für Sie zusammengefasst.

Gartenarbeiten rund um den Rasen

Im Winter setzen niedrige Temperaturen, Nässe und geringe Sonneneinstrahlung dem Rasen zu. Deshalb sollte er vor dem Winter noch einmal richtig gepflegt werden.

Um Ihren Rasen mit Nährstoffen zu unterstützen, eignet sich Dünger sehr gut. Dafür gibt es spezielle Herbstdünger mit wenig Stickstoff und viel Kalium-Magnesium, die zum einen das Gras festigen und gleichzeitig die Frosttoleranz erhöhen.

Rasen regelmäßig von Laub befreien

Fegen Sie ihr Laub im Herbst regelmäßig weg, es sollte nicht liegen gelassen werden.
Laub sollte im Herbst nicht auf dem Rasen liegen gelassen werden. © deutsche presse agentur

So schön das bunte Laub auch aussieht, dem Rasen zuliebe sollte es regelmäßig entfernt werden. Bleibt das Laub liegen, verschattet es den Rasen darunter und hemmt die Luftzirkulation. Die Folgen sind braune Stellen und auch die Bildung von Pilzen und Moos könnte begünstigt werden.

Lese-Tipp: Laub fegen im Herbst: Wer muss wann kehren? Diese Fehler bringen hohe Bußgelder ein

Was tun mit dem Laub?

Klassisch wird das Laub einfach mit einem Fächer-Rechen*, einer Harke oder einem Besen zusammengeharkt und auf dem Komposthaufen oder in der Bio-Tonne entsorgt. Laub wird oft als Abfall betrachtet, dabei kann man es im Garten noch weiterverwenden. Trockenes Laub kann als „Wärmedecke“ gegen den Frost für Beete und Gehölze verwendet werden. Der zusätzliche Vorteil ist, dass die Blätter mit der Zeit verrotten und zu wertvollem Humus werden, der den Boden mit Nährstoffen versorgt.

Wichtig dabei ist, dass die Blätter gesund sind und es die richtige Art von Blättern ist: Walnussblätter sind zum Beispiel nicht geeignet, da sie sich zu langsam zersetzen und den Boden sauer machen.

Aber nicht nur für die Pflanzen ist das Laub hilfreich, vor allem Tieren kann es im Winter gut helfen. Schichtet man das Laub auf, eignet es sich als Unterschlupf für Igel und Insekten in der kalten Jahreszeit.

Schützen Sie Ihre Gartenpflanzen vor Frost

Frostempfindliche Pflanzen sollten Sie extra einpacken.
Frostempfindliche Pflanzen müssen vor dem Winter geschützt werden. © picture alliance, Konstantin Kokoshkin

Neben Laub können Sie Ihre Beete und Gartenpflanzen auch mit Reisig und Mulch* vor Frost schützen. Extrem frostempfindliche Pflanzen sollten mit einem schützenden Vlies* eingepackt werden. Empfindliche Topf- und Kübelpflanzen müssen rechtzeitig vor dem ersten Frost ins Haus oder an einen geschützten Platz. Auch ein Gewächshaus eignet sich hervorragend zum Überwintern von Blumen und Pflanzen (finden Sie hier einen Vergleich verschiedener Modelle).

Kräuter: Überwintern lassen oder doch lieber rein?

Viele Kräuter kann man vor dem Winter noch ein letztes Mal ernten. Kräuter wie Minze, Oregano und Bärlauch zählen zu den Stauden, d.h. sie werfen ihre oberirdischen Teile im Herbst ab und wachsen im Frühling nach. Sie können in der kalten Jahreszeit problemlos überwintern. Auch Halbsträucher wie Thymian und Lavendel sind winterharte Kräuter und können draußen bleiben, brauchen allerdings Laub oder Vlies als Winterschutz.

Viele Kräuter vertragen die Minusgrade allerdings nicht. Basilikum, Zitronenverbene etc. sollten bei Frostgefahr am besten nach drinnen geholt und bei ausreichend Luftfeuchtigkeit gelagert werden.

Blumenzwiebeln fürs Frühjahr pflanzen

Auch im Herbst können Sie noch Blumenzwiebeln einpflanzen.
Damit der Garten im Frühjahr wieder in allen Farben erblüht, sollte man jetzt schon Blumenzwiebeln einpflanzen. © deutsche presse agentur

Damit uns der Garten im Frühling mit seiner farbenfrohen Blütenpracht erfreuen kann, ist im Herbst die Zeit, Blumenzwiebeln zu pflanzen. Zum Beispiel Narzissen, Osterglocken, Tulpen und viele mehr.

Die Erde muss hierfür schön locker sein, damit die Zwiebeln nicht verfaulen. Die Blumenzwiebel sollte jeweils ungefähr zwei- bis dreimal so tief – je nach Größe - im Boden liegen, wie sie hoch ist. Wird sie zu weit oben eingepflanzt, kann sie im Winter erfrieren. Ein ausreichend tiefes und großes Pflanzloch (zum Beispiel mit einem Blumenzwiebelstecher*) ausstechen und die Frühlingszwiebel mit der Spitze (Nase) nach oben hineinlegen. Der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Zwiebeln variiert ebenfalls mit der Größe. Als Faustregel gilt etwa die Hälfte der Wuchshöhe als Pflanzabstand.

Neue Stauden und Ziergräser einpflanzen

Auch Stauden, Gehölze und Ziergräser mögen es, im Herbst in den Boden zu kommen. So können sie bis zum Frühjahr gut anwachsen und haben beste Voraussetzungen für einen kräftigen Austrieb. Auch hier gilt: den Gartenboden vorher gut auflockern. Ein verdichteter Boden erschwert nicht nur das Einwurzeln, sondern kann auch zu Staunässe führen. Die Pflanzen vor und nach dem Einpflanzen gut wässern. Für eine optimale Nährstoffversorgung gerne vorab etwas Kompost und Hornspäne ins Pflanzloch geben.

Auch der Gartenteich braucht im Herbst besondere Pflege

Gartenteich mit Wintergarten. | garden pond with winter garden. | Verwendung weltweit
Um Fische und andere Wassertiere zu schützen, sollte der Teich von schädlichen Algen und Blättern befreit werden. © picture alliance / blickwinkel/H, H. Schmidbauer

Wenn Bäume und Büsche im Herbst die Blätter abwerfen, heißt das auch für Besitzer eines Gartenteiches: aktiv werden. Denn wenn zu viel Blattwerk im Wasser landet, kann das negative Folgen haben. Außerdem sollten Algen- und Pflanzenreste entfernt werden, da die Zersetzung viel Sauerstoff verbraucht. Hier erfahren Sie, wie sie die Blätter ganz einfach aus dem Gartenteich entfernen.

Einige Pflanzen wie Seerosen können im Teich überwintern. Empfindlichere Pflanzen (Wasserhyazinthen) sollten jedoch vor dem Winter heraus geholt und in einem Eimer mit Wasser an einem frostfreien Ort gelagert werden.

Die perfekte Zeit für den Rückschnitt von Bäumen & Hecken

Der Herbst ist die perfekte Zeit, um Hecken und Bäume zu schneiden. Schneiden Sie kranke Pflanzenteile und abgestorbene Äste ab, damit Gehölze wie Obstbäume, Birken und Pappeln im nächsten Jahr kräftig wachsen können. Besonders praktisch: Weil im Herbst die Blätter ab sind, hat man einen besseren Überblick über die Äste.

Falls erforderlich, kann im Herbst auch ein letztes Mal die Hecke geschnitten werden. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es in Deutschland zwischen März und September die Hecken abzuschneiden, somit ist es ab Oktober höchste Zeit für einen Neuschnitt. Schneiden Sie Hecken aber nur so weit zurück, dass keine Löcher oder kahle Stellen entstehen - im Winter wächst hier nichts mehr nach.

Achten Sie darauf, dass Sie die Heckenschere* anlegen, bevor die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Frühlingsblüher sollten in der Regel erst im Frühjahr nach der Blüte geschnitten werden. Besonders verwilderte Sträucher bilden hier die Ausnahme.

Ziergräser müssen oft gar nicht geschnitten werden

Ziergräser im Garten können Sie über den Winter einfach zusammenbinden.
Ziergräser im Garten können über den Winter einfach zusammengebunden werden. © gms, Marion Nickig

Bereits vorhandene Ziergräser müssen im Regelfall nicht geschnitten werden. Sind sie jedoch fein, hilft es sie über den Winter zusammenzubinden, damit die Gräser durch den fallenden Schnee nicht auseinandergedrückt werden.

Nicht nur Pflanzen brauchen Pflege: Gartengeräte schützen

Auch unsere Gartengeräte brauchen zum Jahresende noch ein bisschen Pflege. Vor allem Geräte, die Wasser enthalten, müssen dringend vor dem Winter geleert werden. Wassertonne, Gießkannen, Schläuche – wenn das Wasser in ihnen bleibt und gefriert, dehnt sich das Volumen aus, bis die Geräte irgendwann reißen oder aufplatzen, also lieber frühzeitig ausleeren.

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